2013/01/21

Wie Hund und Katz'

Dass das Sprichwort "Sie verstehen sich wie Hund und Katz'" (= nämlich gar nicht) in Japan anders lautet, und zwar "Sie verstehen sich wie Hund und Affe" (= nämlich gar nicht, auf Japanisch: 犬猿の仲, ken'en no naka) ist anhand dieses Bildes ersichtlich:

Von oben nach unten: Loki, Moshe, Noppe und Sumi (im Katzenkörbchen O.o)

Sumi ist erst seit zwei Wochen in Japan, versteht sich aber - für ihre Verhältnisse! - bereits sehr gut mit den Katzen. Meine liebe Maus ist nämlich eine ganz eigenwillige und verträgt sich auch kaum mit anderen Hunden. Gerade mal den Hund meiner Schwester hat sie akzeptiert, allerdings krachen die beiden auch oft aneinander (Futterneid). 
In Wien war es auch ein Alptraum mit Sumi spazieren zu gehen, weil sie, wie bereits erwähnt, auf andere Hunde allergisch reagiert (sie wurde ein paar Mal als Welpe angefallen...) und die Wiener Hundehalter sind ja nicht gerade bekannt dafür, dass sich sich an die Leinen- und/oder Beißkorbpflicht halten... :/

Zaghafte Annäherungsversuche :P
In Japan wiederum trifft man 1) kaum auf andere Hunde und 2) sind die alle angeleint. Außer heute Morgen im Park, als eine Frau mit ihrem Shiba Inu unterwegs war. Während sie gerade die Hinterlassenschaften des Hundes wegmachte lief der mitsamt seiner kurzen Leine (demnächst gibt es Genaueres zur Leinenpflicht in Japan!) auf Sumi zu und wollte spielen. Sumi allerdings will nicht spielen (außer mit Loki) und reagierte dementsprechend aggressiv. (-_-);;; Es ist aber alles gut ausgegangen (der andere Shiba hat es bis zum Schluss nicht kapiert, dass sie nicht spielt, sondern zuschnappt....)!

Zurück zu den Katzen, mit denen es unerwarteterweise gut läuft. :P
Moshe hat sie ganz gern, ich glaube sie merkt, dass Moshe krank ist. Moshe darf sogar aus Sumis Wassernapf trinken, das ist wirklich erstaunlich! Noppe ist auch ok, solange er nicht ihr Futter stehlen will oder gar auf ihrem Plätzchen in der Küche schlafen möchte. Und mit Loki funktioniert es wie erwartet nicht so sonderlich gut, aber es ist verhältnismäßig ok.
Loki ist nämlich immer auf Kampf, er hat unheimliche Angst vor dem Hund, will aber gleichzeitig mit ihm kämpfen. (Das erste, was er macht, wenn Sumi mal weg ist, ist aus ihrem Napf zu trinken und auf ihrer Decke zu schlafen!) Sumi hingegen möchte mit Loki spielen!!! Ich konnte es nicht glauben, aber sie wollte mit ihm Ball spielen, nur der Kater hat's nicht kapiert und ist geflüchtet, was sie wiederum ganz verrückt macht. Sie läuft ihm auch die ganze Zeit nach.

Müde Maus mit halbzerfetztem Stofftier
Lustigerweise gibt es auch keine Eifersüchteleien oder sonstiges. Dafür, dass erst so wenig Zeit vergangen ist, haben sie sich alle recht gut aneinander gewöhnt. Nächsten Monat ziehen wir in ein großes Haus um! Denn mit so vielen Tieren und noch dazu zwei Bücher-Messies ist die jetztige Wohnung viel zu klein. Ich freu mich schon auf den Umzug! ^^


Kommentare:

  1. Ich denke, dass man mit deinem Eintrag einen guten Einblick in die Veränderungen in deinem Alltag jetzt mit Katzen und Hund bekommt.
    Das mit der Leinenpflicht finde ich auch gut, nur leider haben viele Leute nur so ganz kurze Leinen, bzw. habe ich bis jetzt noch nie sowas wie eine leinenfreie Hundezone in Japan gesehen. Gibt es sowas hier überhaupt?

    lg, Claudia

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  2. Du sprichst da was sehr interessantes an. Es sind nicht nur die Wohnverhältnisse, die sich ändern (müssen), sondern auch das Reisen. Hunde dürfen nur im Zug fahren, wenn sie in einem Behältnis sind, aber dafür ist Sumi zu groß. Auch dürfen sie nicht in Geschäfte (außer in die Shopping Mall in Minami-Ôsawa) oder in Restaurant/Cafes oder in Hotels. Es gibt eigene Dog-Cafes, wobei ich das wieder nicht so mag (Keks-Menü für Hunde find ich doch schon übertrieben) und es gibt auch Hotels, wo Hunde mitdürfen, allerdings sind die so wie Entertainment-Parks für Hunde - was ich auch wieder nicht mag. Da werden noch ein paar Recherchen notwendig sein, wie man das am besten anstellt.

    Und zur Leinenpflicht. Die ist irrsinnig streng in Japan. Ich werde ein anders Mal noch genauer darüber schreiben, aber zB gibt es in Tôkyô keine Längenbegrenzung für die Leinen, aber in allen anderen Präfekturen (gibt keine landesweite Regelung, obliegt der jeweiligen Gemeinde). Sapporo scheint am "unfreiesten" für Hunde - dort dürfen die Leinen max. 1,2 m lang sein!

    Hundelaufzonen gibt es eine ganz große und bekannte im Yoyogi Park in Shibuya, aber Sumi mag ja keine anderen Hunde und man könnte ja auch nur mit dem Auto hin weil siehe oben, Hunde in Zügen usw...

    Es ist auf jeden Fall sehr kompliziert und aufwändig, und man erkennt, weswegen sich die Japaner dauernd so Mini-Mini-Hunde halten...

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