Posts mit dem Label fuji-san werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label fuji-san werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2013/12/30

Mochi Tsukuri in Kamakura

Der Jahreswechsel steht bevor und pünktlich am 25. Dezember verschwanden an den meisten Orten die Weihnachtsdekoration und kreativ neuinterpretierte Christbäume - stattdessen sieht man zaghaft mancherorts traditionell japanische Neujahrsdekoration. 

kadomatsu - Neujahrsdekoration im Engaku-ji
Und zu Neujahr gehört nicht nur die kadomatsu (門松), sondern vor allem - Mochi!

2013/06/23

Fuji-san: neues UNESCO-Weltkulturerbe

Der Fuji-san (富士山), mit höchster Berg und Nationalstolz Japan, wurde in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen!

Neues Weltkulturerbe: Der Fuji-san als heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration
(vom Hausberg Tôkyôs, dem Takao-san, aus gesehen)

Allerdings wurde der in den Präfekturen Shizuoka und Yamanashi liegende Vulkan nicht als schützenswertes Naturerbe registriert, sondern als "heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration" in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 
Die Begründung für die Ernennung zum neuen Weltkulturerbe bezieht sich tatsächlich nur auf die religiöse und künstlerische Funktion des Fuji-san.

Google Japan würdigt den Fuji ebenfalls

Als kultureller Wert des 3.776 m hohen (noch aktiven) Vulkans wird von Seiten der UNESCO berichtet, dass er bereits  seit dem 11. Jahrhundert in der japanischen Kunst verewigt wurde, und auch vor allem als ein beliebtes Motiv der Holzdrucke des 19. Jahrhunderts weltweit als "Symbol Japans" Bekanntheit erlangte und einen großen Einfluss auf die Entwicklung der westlichen Kunst hatte. 

Der Fuji-san bei Sonnenuntergang von Fuchû aus gesehen

Weiters wurde der Fuji-san auch in seiner Funktion als religiöse Stätte gewürdigt. Gemeinsam mit dem Berg als "Symbol Japans" wurden 25 Stätten aufgenommen, die die religiöse Landschaft des Fuji wiederspiegeln. Im 12. Jhd wurde der Fuji-san Zentrum des asketischen Buddhismus, welcher auch shintoistische Elemente enthält. Darüber hinaus wurden die Pilgerrouten der letzten 1.500 m mit den an ihnen gelegenen Krater-Schreinen und der am Fuße des Berges gelegene Sengen-jinja Schrein in die Liste aufgenommen. 
Aber ein bißchen Natur darf natürlich nicht fehlen - Lavaformationen, Seen, Quellen und Wasserfälle, die als heilig erachtet werden, sind ebenfalls inkludiert. :)

Herzlichen Glückwunsch! (Und bitte nicht ausbrechen!)
★☆★おめでとうございます!★☆★

Ältere Blogeinträge auf fujimi-tea über den Fuji-san:

Weiterführende Links:

2011/12/13

Ein Drache am Fuji-san

Samstag sollte es eigentlich nach Kamakura gehen, aber wir haben verschlafen. Da das Wetter aber so herrlich war, konnte man doch noch auf die Schnelle ein Alternativ-Programm zusammen stellen. Nach langer Zeit wurde es wieder mal eine Rad-Tour am Tamagawa. 

Pause am Tamagawa

Wir haben uns Onigiri (mit selbstgemachten sauer eingelegten Pflaumen, umeboshi , 梅干) eingepackt und sind losgeradelt. Ziel war eigentlich der Radshop Y's Road am Tamagawa, da ich mir für den Winter radtaugliche Handschuhe besorgen wollte. 

Onigiri mit umeboshi

Nach einer Pause am Fluss, bei der die Onigiri draufgingen, konnte ich mir doch ein Paar Handschuhe besorgen, allerdings sind es eher welche für's Joggen im Winter, da mir die Rad-Handschuhe nicht so passten. Egal, das tut's fürs Erste auch. :P

Am Rückweg neigte sich der Tag bereits dem Ende zu, bzw. ging die Sonne unter und man konnte wieder einmal einen guten Blick auf den Fuji-san werfen. Eine merkwürdige Wolke befand sich über ihm, die aussah wie ein UFO. Ich denke, es war eine Hanare Kasakumo (はなれ笠雲), eine schirmförmige Wolke am Gifpel des Berges, die jedoch nicht direkt aufgesetzt ist. Es gibt auch kasakumo (笠雲), das heißt, dass eine schirmförmige Wolke direkt am Gipfel des Fuji-san ist, die wie ein aufgesetztes Käppchen aussieht (englische Bezeichnung dafür ist cap cloud). 

Der Fuji-san trägt einen (Sonnen)Schirm

2011/11/27

Takao-san: Unter den Schwingen des Tengu

Roter Ahorn, geflügelte Bergdämonen und ein Blick auf den Fuji-san

Der nur 599 m hohe Hausberg vor den Toren Tôkyôs wird Takao-san (高尾山、"Hoher Schwanz-Berg" ;P) genannt und bietet für Großstädter ein ideales Naherholungsgebiet, da man dank Keiô oder Chûô Linie von Tôkyôs Stadtzentrum aus nur eine Stunde benötigt. Immerhin ist er nur 50 km vom Stadtzentrum entfernt.
Zum Berg Takao gehört auch der Meiji no Mori Takao Quasi National Park (bzw. Meiji Memorial Forest Takao Quasi National Park; jap: 明治の森高尾国定公園, Meiji no Mori Takao kokutei kôen), welcher ein Gebiet von 7.77 km² umfasst, der kleinste Quasi-National Park ist und 1967 von der jap. Regierung ins Leben gerufen wurde.

Der japanische Wetterdienst Weathernews.jp bietet online eine "Herbstlaubfärbungs-Vorschau" (auf jap. westentlich kürzer mit 紅葉情報, kôyô-jôhô) an, bei der man den Status der Herbstlaubfärbung an verschiedenen Orten Japans abrufen kann. Jetzt ist beim Takao-san angeschrieben, dass es die beste Zeit ist, das Herbstlaub zu betrachten (見頃, migoro) - und es war nicht gelogen!
Bereits am Fuße des Berges erstrahlt der japanische Ahorn
Obwohl der Takao-san relativ niedrig ist, bietet er doch eine tolle Aussicht auf Tôkyô, Yokohama und den Fuji-san. Es gibt eine Gondel und einen Sessellift, so dass man mit beinaher jeder Kondition den Gipfel erstürmen kann. Insgesamt gibt es 7 Routen (alle durchnummeriert bis 6 plus den Inari-san Course) auf denen man für jeden Schwierigkeitsgrad sein individuelles Bergerlebnis durchlaufen kann. Mein erster Besuch auf dem Takao-san war vor 3 Jahren im November, damals wählte ich Route 6, die eigentlich einen relativ hohen Schwierigkeitsgrad hat und nur noch von dem Inari-san Course übertroffen wird.

Obwohl die Blätter bereits abgefallen sind, blüht noch die Jûgatsu Zakura, eine Kirschblütenart, die sich auf den Herbst spezialisiert hat :D

2011/11/13

Diamond Fuji

Heute ging gegen 16:20 Uhr die Sonne in der Stadt Fuchû über den Berg Fuji unter.
Beim Rückweg eines sonnigen Sonntagnachmittages ist mir bereits aufgefallen, dass sich gegen Sonnenuntergang an einer bestimmten Stelle des Flusses Tama viele Japaner mit professionellen Spiegelreflexkameras, Stativen und ähnlichem Zubehör ausgerüstet in Position gestellt haben.

Zunächst wusste ich nicht, worum es geht, aber wenn wo viele Japaner sich in Startposition fürs Fotografieren machen, kann es nie schlecht sein, sich an die Gebräuche des Landes anzupassen und mit drauf los zu fotografieren.

Was ist das, das sich da hinter Sonnenstrahlen versteckt? :D