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2016/07/27

The Voice Between : The Art and Poetry of Yoshimasu Gozo

Yoshimasu Gozo (吉増剛造) dichtet nicht nur, sondern verwandelt die in Worten niedergeschriebene Sprache in richtige Kunstwerke, indem er sie mit verschiedenen Techniken der Malerei, Fotografie, Metallbearbeitung, Film und Ton verändert und weiterentwickelt. Szenen und Ausschnitte aus seinem Lebenswerk kann man noch bis 7. August im National Museum of Modern Art, Tokyo bestaunen und mit nahezu fast allen Sinnen erkunden. 

The Voice Between : The Art and Poetry of Yoshimasu Gozo im MOMAT
声ノマ:全身詩人、吉増剛造展

Yoshimasu Gozo, geboren 1939 in Tokyo, Asagaya, ist einer der wichtigsten Poeten und Künstler Japans, der sich noch bester Gesundheit und genauso hoher Beliebtheit erfreut.
Seit den frühen 1960ern, also noch mit Anfang 20, begann Yoshimasu zu dichten. Sein erster Gedichtband Shuppatsu ("Abfahrt"『出発』) erschien 1964, der zweite Gedichtband Ōgon shihen ("Goldene Lyrik", 『黄金詩篇』) wurde mit dem renommierten Takami Jun Preis ausgezeichnet. Viele weitere Gedichtbände sowie Auszeichnungen folgten, 2013 wurde er mit dem "Orden der Aufgehenden Sonne" ( 旭日小綬章) als "Person mit besonderen kulturellen Verdiensten" (文化功労者) ausgezeichnet.

2016/07/07

Tanabata - Sternenfest

Am 7. Juli wird in Japan Tanabata (七夕) - das Sternenfest - gefeiert. An diesem Tag treffen sich die beiden Sterne Wega und Altair am Himmel, die sonst das ganze Jahr über durch die Milchstrasse voneinander getrennt sind. 

Festivitäten zu Tanabata auf einem Holzschnitt (ukiyo-e) von Utagawa Hiroshige (1852)
 
Die Weberin und der Hirte einst...
Der Legende, die chinesischen Ursprungs ist, stehen Wega und Altair stellvertretend für ein Liebespaar, welches sich nur an einem einzigen Tag im Jahr treffen kann. Das japanische Sternenfest basiert auf der chinesischen Legende des Hirtenjungen (jp. hikoboshi/彦星/Altair) und der Weberin (jp. orihime/織り姫/Wega). 
 Die beiden waren so ineinander verliebt, dass die beiden, die eigentlich fleissige Arbeiter waren, ihrer Arbeit nicht mehr nachgingen. Zur Strafe trennte der Himmelsgott, der Vater der Weberin, die beiden durch einen breiten Fluss, die Milchstrasse. Aber da die beiden vor Trauer noch immer nicht arbeiten konnten, wurde ihnen gestattet, sich wenigstens an einem Tag im Jahr - eben dem 7.7. - treffen zu können. 
(Und die Moral von der Geschicht, verlässige deine Arbeit nicht!)

2016/04/25

Sakura Rückblick 2016: Hanami im Takiyama Park

Dieses Jahr war es rund um die Zeit der Kirschblüte - von Ende März bis Anfang April - wieder einmal besonders stressig. Auch das Wetter spielte die meiste Zeit nicht wirklich mit, dennoch ging sich ein kleines Hanami in diesem Jahr aus!

Laternen des Kirschblütenfestes im Takikawa Park, Hachioji
Es gibt ja unzählige Hanami Hotspots in Tokyo, die beliebtesten und bekanntesten wären der Ueno Park, der Inokashira Park, Shinjuku Gyoen, Shiba Park beim Tokyo Tower oder die Flusspromenade in Meguro. Das sind alles tolle Orte, nur sind sie auch heillos überfüllt und das macht auch die Stimmung manchmal kaputt. 
Deswegen haben wir uns dieses Jahr für einen "wenig spektakulären" Ort entschieden - nämlich den Takiyama Park (滝山公園)in Hachioji, im Westen Tokyos. 

2016/04/11

PR der Tokyo Metropolitan Police - moderne Ninjas machen Tokyo zur sichersten Stadt der Welt?

Das Tokyo Metropolitan Police Department hat ein PR Video rausgegeben! In Lang- und Kurz-Version und sogar mit Untertiteln auf Englisch, Chinesisch und Koreanisch! 

Hier ist mal ein Einblick in die 11minütige Version mit englischen UT:


Zunächst werden die verschiedenen Einheiten der Städtischen Polizei Tokyos vorgestellt, dann gibt es Interviews mit einigen Polizeioffizieren, worin sie ihren Arbeitsalltag beschreiben und zum Schluss werden reale Einsätze dargestellt, als "Drama" Version.

2016/03/17

Yokohama I: Chinatown - Chukagai

Der China Town in Yokohama und dem Yamashita Park sowie Minatomirai habe ich schon einge Male einen Besuch abgestattet. Gestern war es wieder soweit. Zunächst beginne ich mit einem Eintrag über die China Town! Aber bevor es los geht, muss ich diesbezüglich etwas erwähnen! 

Der grosse Vorsitzende Panda Mao?!

2016/03/11

5 Jahre danach, ein Gedicht - "An die Sterne" von Wagō Ryōichi, Japans Twitter-Poet

Heute jährt sich das Tōhoku-Beben vom 11. März 2011, zum 5. Mal. Das Seebeben mit der Magnitude 9,0 löste einen verheerenden Tsunami aus, der mehr als 20.000 Menschen an der Pazifikküste Nordjapans in den Tod riss. Noch immer werden rund 5000 Menschen vermisst und die japanischen Bergungstruppen sind noch immer unermüdlich auf der Suche nach ihnen, um ihnen und ihren Hinterbliebenen einen würdigen Abschied geben zu können. 

Zum 5ten Jahrestag eine Sonderausgabe der Bungakukai
"Von Tōhoku aus über Literatur denken"


In den deutschsprachigen Medien dominiert aber vor allem die Atomkatastrophe von Fukushima Daiichi. Mittlerweile steht fest, dass nicht Erdbeben oder Tsunami in erster Linie für den GAU in dem AKW Fukushima Daiichi verantwortlich waren, sondern menschliches Versagen, schlampige Sicherheitsvorkehrungen und ungelesene Katastrophen-Notfallpläne. Obwohl die derzeitige Regierung bisherige Speerzonen um das AKW wieder zur Rückbesiedelung freigibt und im kommenden Jahr die Unterstützungsgelder für die Evakuierten in diesen Gebieten eingestellt werden, werden bis voraussichtlich 2018 bzw 2019 Evakuierte in den Notunterkünften leben müssen. Derzeit leben noch immer 57.677 Menschen in den Notunterkünften. Vor allem für ältere Leute ist das Leben in den Notunterkünften anstrengend und sie sind aus ihrem gewohnten Umfeld entwurzelt worden, wodurch sich ein neues Problem ergibt. Der kodokushi/孤独死 - der einsame Tod - von Evakuierten in den Notunterkünften beläuft sich mittlerweile auf 202 Personen, wovon 116, also circa 60 Prozent älter als 65 Jahre waren.
 Es gibt genügend Artikel jetzt auch in den deutschen Medien, die sich eingehend mit dem 5. Jahrestag und vor allem mit den Problemen in Fukushima Daiichi beschäftigen, deswegen werde ich hier nicht viel dazu schreiben (können/müssen).

Ich möchte jedoch ein Gedicht vorstellen, von Wagō Ryōichi (和合亮一), welches ich heute in der Literaturzeitschrift Bungakukai gelesen habe. Wagō Ryōichi ist Japans "Twitter-Poet", er erlangte vor allem nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 an Bekanntheit, weil er seine Gedichte via Twitter verbreitete. (>>Hier ein Link zu seinem offiziellen Twitter Account<<)

Wagō veröffentlichte in der Bungakukai mehrere Gedichte unter dem zusammengefassten Titel "5 Jahre" (五年), darunter befindet sich "An die Sterne" (星に).


星に

An die Sterne
夜空を歩こうか
そのようにして見あげる
およそ五万人の方々が
福島から避難をして
Wollen wir nicht am Nachthimmel spazieren?
So blicken sie hinauf
Ungefähr 50.000 Menschen
Die aus Fukushima geflohen sind

暮らしている
瞬いている
息を味わい

Leben
Blinzeln
Tief einatmen

ずっと
探している
沈黙が沈黙する
はるか

Die ganze Zeit
Suchend
Das Schweigen schweigt
In weiter Ferne

遠くの町のどこかで
あなたも 光に
気がつきましたか

Irgendwo in einer fernen Stadt
Hast nicht auch du
Das Licht bemerkt?


(Bungakukai 2016, Vol.4, p.71) 

Das ist natürlich nur eine behelfsmässige Übersetzung, die ich jetzt hier am Abend schreibe. In der Bungakukai waren noch weitere Gedichte von Wagō, die mir ganz gut gefallen haben.
Wagō Ryōichi ist in Fukushima-Stadt, der Präfekturhauptstadt Fukushimas, geboren und aufgewachsen und lebt noch immer dort. 1998 gewann er mit seinem Gedichtband AFTER den 4. Nakahara-Chūya-Preis, 2006 wurde sein vierter Gedichtband Chikyū Sunō Sihen (地球頭脳詩篇) mit dem Bansui-Preis ausgezeichnet.  

Nach dem Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011 veröffentlichte er auf seinem Twitter-Account mehrere Gedichte, die unter dem Namen "Kieselsteine der Dichtung" (shi no tsubute, 詩の礫) gesammelt im Gendaishi-techō (現代詩手帳), der wichtigsten Literaturzeitschrift für Gegenwartsdichtung in Japan, veröffentlicht wurde. Auf JapanFocus gibt es einen ausführlicheren Artikel über Wagō und seine "Pebbles of Poetry", sowie einige Übersetzungen der Gedichte ins Englische.
The Tōhoku Earthquake and Tsunami 
詩の礫
詩の礫
詩の礫)
  
Nachdem ich Ende Feber 2011 mit meinem jetztigen Mann nach Japan gezogen bin, wird dieser "Jahrestag" vom 11. März 2011 auf Ewig mit meiner Ankunft in Japan verbunden sein.
Für Interessierte gibt es hier eine Nachlese, 2014 habe ich nichts geschrieben, da war ich wohl zu erschöpft.

>>> 2011: Einzug in die neue Wohnung + schlimmstes Erdbeben in Japan seit 1200 Jahren...!
>>> 2012: Wie im Flug...

2016/03/06

Nekonomics - Japans Katzenwirtschaft

Retten Katzen Japans Wirtschaft? Auch wenn das nach einem Scherz klingt, wurde dieses Thema ernsthaft in den Nachrichten gebracht. Und zwar letzten Monat, am 22. Feber. Das ist nämlich der Tag der Katze in Japan. Und ein Schlagwort fiel in diesem Zusammenhang: Nekonomics ネコノミクス - Katzenwirtschaft.



Nekonomics setzt sich aus dem jap. Wort für Katze "Neko" und "-nomics" (Wirtschaft) zusammen und ist offensichtlich an die "Abenomics" genannte Wirtschaftspolitik des Premiers Abe angelehnt. Jedoch haben Nekonomics und Abenomics abgesehen von der wirtschaftlichen Komponente nicht viel gemein. Denn "Nekonomics" heizt der japanischen Wirtschaft gewaltig ein. Nekonomics erzielten 2015 einen Umsatz von über 2,3 Billionen Yen.

Ultra Station Master Tama, die Erste
Aus dem englischen Pamphlet der Wakayama Dentetsu

2016/02/16

Stereotype & Tokyo - idealisiertes und aufpoliertes Image von ausländischen Touristen in Tokyo

Ein neuer, internationaler Look für Tokyo musste her, da die Stadt und sowieso das ganze Land überhaupt im Sauseschritt auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo zusteuern. 
Diverse "Skandälchen" und "Problemchen" - wie zB das plagiierte Logo der Tokyo Olympics des Designers Sano Kenjiro, welches jetzt durch ein neues ersetzt wird, oder die Kontroverse um die Ausgaben für das neue opulente Olympic Stadium, die auch einen neuen Entwurf und Plagiatsvorwürfe zur Folge hatten, werden geflissentlich ignoriert. 

Ein Plagiat ist ein Plagiat ist ein Plagiat.

2016/02/04

Setsubun - Teufel raus und Glück herein

Am 3. Februar ist Setsubun 節分 - ein japanisches Fest, das sich vor allem bei Kindern grosser Beliebtheit erfreut. Denn hierbei ist es erlaubt, die Teufel mit Bohnen werfen zu vertreiben!

Bohnen werfen unter dem Motto:
Teufel raus, Glück herein! (*1)
Setsubun findet einem Tag vor Frühlingsbeginn (risshun, 立春) statt. Der Frühlingsbeginn fällt seit 1984 bis 2020 auf den 4. Februar, deswegen fällt Setsubun ebenso seit 1984 bis 2020 auf den 3. Februar. 

2016/01/05

Hatsumôde 2016 beim Koyasu Jinja in Hachioji

Die ersten Tage nach Silvester werden für den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr - hatsumôde (初詣) - genutzt. 
Grosse und berühmte Schreine, wie zum Beispiel der Meiji Jingu in Shibuya oder der Narita-san in Chiba, werden jedes Jahr von mehreren Tausend Menschen besucht und man muss sich wirklich durch die Massen wühlen. Besser gesagt, man wird mit der Menschenmenge einfach mitgeschwemmt. 2008 war mein erstes hatsumôde und ich ging zum Meiji Jingu, was wirklich unglaublich war... O.o

Das Jahr des Affen - im Koyasu Jinja Affenmama mit Baby

Die Neujahrsfeiertage in Japan dauern bis zu matsu-no-uchi (松の内) am 7. Jänner, da an diesem Tag die Götter wieder die hiesige Welt verlassen. Bis dahin kann man also sich für hatsumôde Zeit lassen, und solange die Neujahrskarten (nengajô) bis zum 7.1. ankommen, ist alles in Ordnung. 

2016/01/01

Willkommen im Jahr des Affen!

2016 ist das Jahr des Affen! 

Alle gut hüben wie drüben gut ins neue Jahr gerutscht? In Japan gings wieder einmal beschaulich und besinnlich zu. Mit dem alljährlichen Kohaku Programm, bei dem sogar X Japan mit zwei Liedern ("We are X" und "Forever Love") für die weiße Gruppe auftraten! (Allerdings hat Rot gewonnen)

die ersten Pflaumen sind am Erblühen!
Übrigens, nach dem alten japanischen Kalender wurde das neue Jahr im Feber herum gefeiert, weswegen die Pflaumenblüte sich bis heute noch als Symbol für die Neujahrsfeiern und den herannahenden Frühling gehalten haben. Doch heutzutage dauert es normalerweise bis zum Erblühen der Pflaumenblüten noch ca. 2 Monate - nicht so diesen Winter! Gestern habe ich schon die ersten Blüten entdeckt! Und heute hat es 12°C, und Sonntag soll es sogar bis zu 15°C geben! Dieser ungewöhnlich warme Winter lässt sich einerseits auf den Klimawandel und andererseits auf das diesjährige besonders starke El Niño Phänomen zurückführen. 

Milder Winter in Tokyo - leider viel zu mild, um schön zu sein :(

2015/12/21

Winterankunft - Tôji

Dieses Jahr fällt die "Ankunft des Winters" (冬至, tôji)  nach jap. Kalender auf den 22. Dezember. Wer es erahnt, hat Recht - auch in Japan wird die Wintersonnenwende mit dem kürzesten Tag und der längsten Nacht des Jahres begangen. 

Für diesen besonderen Tag stehen auch ein paar Bräuche an, die man machen kann. Einer davon ist es, Kürbis zu essen. Genauer gesagt gekochten Kürbis (カボチャの煮物, kabocha no nimono). Aber auch Azuki-kayu (小豆粥) - wobei die roten süßen Bohnen mit Reis verkocht werden. Azuki-kayu wird auch "Tôji-kayu" (冬至粥) genannt und soll vor Krankheit schützen. 

Schlicht, aber gut - Yudôfu

Weiters isst man auch Dinge, die "to" im Namen enthalten. Zum Beispiel nasu (andere Bezeichnung für Kürbis), fu, garashi (Chili) oder einen Fisch namens Dojô (Schmerle). Am häufigsten wird von Supermärkten die Kombination Kürbis-Fisch angeboten. Aber auch yudôfu (湯豆腐, gekochter Tôfu) würde sich wunderbar dafür eignen.

Der Tofu wird dann kurz in Yuzu-Ponzu (Zitrusessig) getaucht und verspeist

Allerdings stand in meinem Baby-Newsletter der Stadt Hachiôji, dass zu tôji vor allem Dinge mit einem einzelnem "n" gegessen werden, da dies Glück bringen soll. Darunter fällt wieder der obligatorische Kürbis (dieses Mal mit der Bezeichnung "nankin"), Ninjin (Karotten) oder Renkon (Lotuswurzel). 
Fazit: Mit einem Kürbis kann man schon mal nichts falsch machen! 

Kürbis Muffins sind sicher auch gut!

Es gibt dann auch noch den Brauch des tôjiburo (冬至風呂), also eines Bades zu Winteranfang. Im Speziellen handelt es sich hier bei um ein yuzuyu (柚子湯), wobei jap. Zitronen - yuzu - im Badewasser herumschwimmen. Diese Tradition des yuzuyus gibt es seit der Edo-Zeit (1603-1867). 

Werbung für Badezusätze, die dem Yuzuyu nachempfunden sind

Bei all den schönen Bräuchen zu Winterbeginn hat eine Erkältung wirklich keine Chance! ^^v

2015/12/18

Weihnachtsmarkt im Akarenga/Yokohama

Jährlich findet in Yokohama beim Akarenga ein Weihnachtsmarkt statt und ich habe ihn noch nie besucht - bis gestern!

Die Deko der Weihnachtsstände war manchmal gewöhnungsbedürftig
Hier Rotkäppchen und der böse Wolf


Ich bin zwar um ehrlich zu sein kein grossartiger Weihnachtsfan (obwohl ich die Punschstände der Wiener Christkindlmärkte und die dazugehörigen Kommilitonen vermisse....), aber ich dachte mir, für das Kind wäre es vielleicht ganz nett. Auch wenn es viel zu klein ist, um sich später mal daran zu erinnern.

2015/12/04

QS Best Student Cities 2016 - Tokyo auf Platz 3!

Die Welt kann man mit Rankings erklären. Eines davon ist das QS Best Student Cities 2016, ein Ranking der weltweit besten Destinationen für internationale Studenten. Die ersten 3 Platzierungen der Gesamtwertung sind ganz interessant: 

1. Paris
2. Melbourne
3. Tokyo

Bahnhof Tokyo
Wow, wieso Tokyo in der Listung so weit oben auftaucht, wundert einen doch. Es ist die bestplatzierte Stadt in Asien, gefolgt von Hong Kong auf Platz 8.
Aber von Tokyo als eine der teuersten Städte der Welt hörte ich bis jetzt kaum als Wunschstadt bei nicht-japanologischen Studenten. 

2015/12/02

Herbstelndes Tokyo

Kräftiges Rot, strahlendes Gelb und ein saftiges Grün - es herbstelt in Tokyo sehr!
Alle Jahre wieder wird gegen Ende November/Anfang Dezember selbst die mehrheitlich zubetonierte und asphaltierte graue Großstadt Tokyo in ein buntes Farbenmeer getaucht. Wenn man weiß, wo. ;)

Rot, rot, rot wohin das Auge blickt! Ein richtiger "Blutahorn" XD

Da ich im November recht beschäftigt wegen eines Vortrages war (der Eintrag dazu kommt ein wenig später), hatte ich nicht viel Zeit die berühmten und schönsten Momiji-Hotspots Tokyos zu besuchen. Aber wie man sieht lassen sich auch so einige in der näheren Umgebung finden! Hier ein paar Impressionen aus dem herbstelnden Tokyo!

Die Fotos sind leider nur mit dem Smartphone geschossen, deswegen nicht von so toller Qualität, aber für einen kleinen Eindruck reicht es wohl. ^^

2015/11/12

Will you be a cat?

Or a dog?

Diese freche Frage wurde mir heute urplötzlich entgegen geworfen! Ich wusste gar nicht, was ich darauf antworten soll und was das Ganze eigentlich zu bedeuten habe. Den Grund für meine Verwirrung sieht man auf dem kleinen Foto unterhalb. 

Die Frage aller Fragen: Will you be a dog? Or a cat?

2015/11/09

Kawaii Xmas

Es ist Anfang November, der japanische Halloween-Spuck ist so schnell vorbeigegangen, wie er gekommen ist und nun mussten alle Kürbisse und Totenköpfe Platz für die Weihnachtsdekoration machen!

Japan ist jetzt nicht gerade für seine geschmackvolle Weihnachtsdeko oder -beleuchtung (Stichwort Weihnachtsillumination im Tama Center... O.o) berühmt. Dennoch übertrifft man sich ab und zu an Geschmacklosigkeit - oder Geschmäcker sind eben verschieden?! Nun ja, gestern hab ich dieses weihnachtliche Schmankerl in einem Kaufhaus bei uns in der Nähe (Hashimoto, Kanagawa = defakto Pampa) gefunden.


Ein Weihnachtsbaum voller My Melody Stofftiere von Sanrio. Natürlich mit weihnachtlichen Grüßen von Sanrio. Wären diese Stofftiere nicht drauf, würde er sogar recht schön aussehen. Aber irgendwie hat das was, diese Invasion von rosa-weißen Stoffhasen mit Kulleraugen. Irgendwie ist es so typisch japanisch, so typisch kawaii - und damit schon wieder kultig. ^^ 

2015/11/03

Tama Cinema Forum



Dieses Jahr findet zum 25. Mal das Tama Cinema Forum vom 21. bis zum 29. November statt! 
Und ich habe zum ersten Mal von diesem Filmfestival über diesen Flyer erfahren, der in unserer Post landete. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass letztes und vorletztes Jahr so ein Flyer bei uns eingetrudelt wäre... 


Auf jeden Fall ein interessantes Filmfest, das jedem Filmfan, der sich gerade zu dieser Zeit in Japan aufhält, ans Herz gelegt sei.

Besonders interessant finde ich, dass der Film Nobi gezeigt wird und es anschliessend darauf eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Tsukamoto Shinya gibt! 
 

Zu meinem Unglück findet das aber am 22. November statt!! T_T Genau an diesem Tag und noch genauer gesagt, genau zur selben Stunde werde ich einen Vortrag auf einer Forschungstagung an der Waseda Universität halten!

Manchmal möchte man sich wirklich zweiteilen... (;_;)

2015/09/27

Inu no hi/Tag des Hundes: Beten für eine sichere Geburt im Suitengu-Schrein

Ich hab vor kurzen in meinem Blog über den Tag der Katze geschrieben. Wenn es einen Tag der Katze gibt, dann gibt es natürlich auch einen Tag des Hundes - so viel Gerechtigkeit muss sein! o(^__^)o

Ähnlich dem Tag der Katze gibt es einen "Tag des Hundes", der von Futterkonzernen 1987 erfunden wurde. Japanische Hunde bellen - Achtung Fremdsprache! - auf Japanisch: wan wan wan. Dieses wan wan wan klingt wie one one one bzw. 1 - 1 - 1 (natürlich japanisch ausgesprochen). Deswegen haben die Futterkonzerne den Tag des Hundes auf den 1. November (11-1) gelegt. Aha!
 
Tag der Katze, oder Tag des Hundes?
Allerdings gibt es noch einen weniger kommerziellen, aber dafür traditionell japanischen Tag des Hundes, der weder etwas mit verjapanischtem Englisch noch mit Futterkonzernen zu tun hat. 
Der ursprüngliche Tag des Hundes (inu no hi, 戌の日) ist jener Tag, an dem Schwangere in einen Schrein gehen, um für eine sichere bzw. leichte Geburt (anzan, 安産) zu beten.

2015/08/23

Tsukamoto Shinyas Neuverfilmung "Nobi/Fires on the Plain"

Letzte Woche sah ich mir die Neuverfilmung "Nobi" von Tsukamoto Shinya im Kino an. Der englische Titel lautet "Fires on the Plain".

Nobi 2015

"Nobi" ( 野火, bedeutet "Buschfeuer") ist ein Roman von Ôoka Shôhei (大岡昇平, 1909-1988) aus dem Jahr 1951. Ôoka war bereits als Schriftsteller bzw. Journalist aktiv, als er im März 1944 als Soldat eingezogen und im Juli desselben Jahres in Manila eingesetzt wurde. Im Jänner 1945 kam er auf der philippinischen Insel Leyte in amerikanische Kriegsgefangenschaft und kehrte nach Kriegsende im Dezember 1945 nach Japan zurück. 1949 veröffentlichte er seinen ersten Roman Furyoki (俘虜記, "Bericht eines Kriegsgefangenen"), der auf seine Erfahrungen in Kriegsgefangenschaft beruht, und erhielt dafür den Yokomitsu-Riichi-Literaturpreis.