Posts mit dem Label fotografie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label fotografie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2016/07/27

The Voice Between : The Art and Poetry of Yoshimasu Gozo

Yoshimasu Gozo (吉増剛造) dichtet nicht nur, sondern verwandelt die in Worten niedergeschriebene Sprache in richtige Kunstwerke, indem er sie mit verschiedenen Techniken der Malerei, Fotografie, Metallbearbeitung, Film und Ton verändert und weiterentwickelt. Szenen und Ausschnitte aus seinem Lebenswerk kann man noch bis 7. August im National Museum of Modern Art, Tokyo bestaunen und mit nahezu fast allen Sinnen erkunden. 

The Voice Between : The Art and Poetry of Yoshimasu Gozo im MOMAT
声ノマ:全身詩人、吉増剛造展

Yoshimasu Gozo, geboren 1939 in Tokyo, Asagaya, ist einer der wichtigsten Poeten und Künstler Japans, der sich noch bester Gesundheit und genauso hoher Beliebtheit erfreut.
Seit den frühen 1960ern, also noch mit Anfang 20, begann Yoshimasu zu dichten. Sein erster Gedichtband Shuppatsu ("Abfahrt"『出発』) erschien 1964, der zweite Gedichtband Ōgon shihen ("Goldene Lyrik", 『黄金詩篇』) wurde mit dem renommierten Takami Jun Preis ausgezeichnet. Viele weitere Gedichtbände sowie Auszeichnungen folgten, 2013 wurde er mit dem "Orden der Aufgehenden Sonne" ( 旭日小綬章) als "Person mit besonderen kulturellen Verdiensten" (文化功労者) ausgezeichnet.

2015/08/09

70 Jahre Nagasaki & Hiroshima: Collection of Hiroshima & Nagasaki Atomic bomb Photographs


Heute, 70 Jahre nachdem Nagasaki durch "Fat Man" zerstört wurde, möchte ich auf zwei Photobände hinweisen, die sich mit der Zerstörung in den beiden Städten beschäftigen.

広島原爆写真集
The Collection of Hiroshima Atomic bomb Photographs

長崎原爆写真集
The Collection of Nagasaki Atomic bomb Photographs
In diesen beiden Sammelbänden befinden sich unter anderem auch bisher unveröffentliche Photographien (398 von Hiroshima, 343 von Nagasaki), die die Zerstörung in den beiden Städten dokumentieren. Herausgegeben werden die beiden Photobände von Komatsu Kenichi und Shindou Kenichi ( "Anti-nuclear Photograph Movement").

Hervorhebenswert ist, dass die Bildunterschriften zweisprachig auf Japanisch sowie Englisch gehalten sind - somit sind diese beiden Photobände für ein sehr großes Publikum erreichbar!

Hier gehts zum Link aufs japanische Amazon - allerdings sind die beiden Photobände im Augenblick ausverkauft. Ich hoffe es kommt rasch Nachschub!


 

2015/06/29

Regenblüten Ajisai

Die Regenzeit wird wohl noch einen Monat dauern, obwohl es in der Kanto Region weniger regnet als dauerbewölkt ist. 
Pünktlich zur Regenzeit blühen ajisai (Hortensien) in lila und blau. 
 
♥ Sieht doch wie ein Herz aus, oder? ♥

Ich hab bei einem Spaziergang ein paar fotografiert, aber da ich kaum Zeit habe, in Ruhe mit der guten Kamera ein paar schöne Bilder zu machen, sind es nicht mehr als Smartphone-Schnappschüsse!

Ajisai und Regentropfen

Ab nächster Woche muss ich die Abschlusstests meiner Studenten vorbereiten und in nicht einmal mehr 2 Wochen habe ich auch noch wieder einen Vortrag bei unserer Tagung an der Uni. Wenn dieser Vortrag und die Tests vorbei sind, habe ich endlich Ferien! Also noch knapp 3 Wochen durchhalten! o(^_^)o

Ein Lotus hat sich auch hierher verirrt ^^

Allerdings fällt das genau mit dem Ende der Regenzeit und somit der Blühtezeit der ajisai zusammen! Deswegen wird es wohl oder übel nur bei diesen Fotos hier bleiben! T.T

Veilchenblau oder doch ajisai-lila?


2015/03/28

Es ist wieder Hanami-Zeit...!

... und vielleicht habe ich dieses Jahr sogar ein bisschen mehr Zeit für Hanami als letztes Jahr!



Gestern war ich im Inokashira Park (井の頭公園). Da das Wetter aussergewöhnlich angenehm und mild war, waren sogar an einem Wochentag so viele Leute in dem Park, dass man sich für das Restaurant und die Boote lange anstellen musste. 

2015/01/28

Oyama dairikoen: Bäume im See

Nachträglich frohe Weihnachten und ein frohes Neues Jahr 2015!


2014 habe ich den Blog wirklich sehr vernachlässigt, vor allem gegen Ende des Jahres hin! Ab diesem Jahr möchte ich das änderen, allerdings muss ich mich noch ein wenig gedulden. 

2014/09/20

Higanbana - das Nirvana-Blümchen

Das "Nirvana-Blümchen", auf japanisch Higanbana (彼岸花)genannt, ist um diese Jahreszeit hie und da anzutreffen. Der richtige Name lautet Lycoris radiata und der englische Name ist auch sehr passend: red spider lily.

Traditionell in Rot
Diese hübschen, hauptsächlich rot, aber auch manchmal weiss blühenden Amaryllisgewächse sind in ganz Japan anzutreffen und wurden vermutlich vor langer, langer Zeit von China nach Japan gebracht. Sie blühen vor allem zur Zeit des higan (彼岸), also des Nirvanas. Higan ist neben O-Bon ein weiterer Zeitraum, in dem den Toten gedacht wird und nahezu alle buddhistischen Sekten in China und Japan feiern diese Zeit. Sie fällt mit der Tag-und-Nachtgleiche im September, sowie mit dem Beginn der Reisernte zusammen.

higanbana

2014/03/28

Frühlingsfront!

Am 25. März war es so weit - in Tokyo standen die ersten Kirschblüten in voller Blüte! Trotz des ungewöhnlich kalten Winters und Schneefalls, erblühten die Kirschblüten einen Tag früher als üblicherweise. Für Hachioji wird das Aufblühen der ersten Sakura für morgen vorausgesagt, allerdings habe ich bereits Anfang der Woche einige in voller Blühte gesehen. ^^



2013/12/30

Mochi Tsukuri in Kamakura

Der Jahreswechsel steht bevor und pünktlich am 25. Dezember verschwanden an den meisten Orten die Weihnachtsdekoration und kreativ neuinterpretierte Christbäume - stattdessen sieht man zaghaft mancherorts traditionell japanische Neujahrsdekoration. 

kadomatsu - Neujahrsdekoration im Engaku-ji
Und zu Neujahr gehört nicht nur die kadomatsu (門松), sondern vor allem - Mochi!

2013/03/24

Kirschblütenzeit in Tôkyô eröffnet ^^

Letzten Samstag, am 16. März war es so weit! In Tôkyô wurde offiziell die Kirschblütenzeit eröffnet, weil 20 Kirschbäume in Japans Hauptstadt bereits in voller Blüte standen.
 
Kirschblüten-Vorschaut für den Frühling 2013 ^^

Dieses Wochenende sieht es sogar noch besser aus (abgesehen vom bewölkten Wetter), im Zentrum Tôkyôs, wo es natürlich wärmer als in den Außenbezirken ist, stehen die Kirschblüten bereits in voller Pracht und locken viele Besucher an. 

Pink stellen sich die meisten Europäer die Kirschblüte in Japan vor
Bei mir in der näheren Umgebung sind auch ein paar Kirschbüume plötzlich über Nacht in voller Blüte gestanden, aber die meisten lassen noch auf sich warten. Die meisten sind eher später blühende Sakura oder Yamazakura, Bergsakura, die noch später als die üblichen Kirschblüten blühen.

Je nach Art ist die Färbung anders, die meisten sind allerdings weiß
Auf jeden Fall wieder einmal ein schönes Schauspiel und mein kleines Sakura-Bäumchen, das ich von meinem Freund geschenkt bekommen habe, blüht auch bereits fleißig. ^^

Sumi mit meinem kleinen Sakura-Bäumchen

Die Kirschblüte Ende März Anfang April leitet auch das neue Jahr ein, denn Schul-, Uni- und Arbeitsjahr beginnen in Japan ab dem 1. April. Stimmungsmäßig finde ich das auch besser, ein neues Arbeitsjahr in der Zeit der Kirschblüte zu beginnen als in der Zeit von trüben und regnerischen Herbsttagen, wie es in Österreich der Brauch ist. XD

Weitere Sakura-Fotos: 

2013/01/14

Sieben Namen des Schnees

Schnee in Tôkyô ist eher eine Seltenheit und heute war es so weit. Seit den Morgenstunden schneit es unaufhörlich dicke Flocken, aber morgen soll der ganze "Spuk" bereits vorbei sein - der typische Tôkyô-Winter mit Plusgraden und Sonnenschein kommt zurück.

Kamelienblüten im Schnee

Dementsprechend unvorbereitet trifft es die Leute an der Pazifikküste auch immer, wenn es mal doch schneit. Und dieses Mal ist es sogar ziemlich viel Schnee.

Schnee in Tôkyô? Wenn's nach Sumi ginge: Verbieten!

Anders in Aomori oder anderen Präfekturen Nordjapans. In Aomori gibt es sieben Namen für Schnee, die Niinuma Kenji (新沼謙治) in seinem Lied Tsugaru Koi'onna (津軽恋女) aus dem Jahr 1987 besingt.

2012/12/15

Kyôto Hanatôro - erleuchteter Blumenpfad in der Nacht

Vom 8. bis 17. Dezember findet an einigen auserwählten Plätzen Kyôtos die hanatôro (花灯路) - der erleuchtete Blumenlaternenpfad - statt. Genauer gesagt stehen die Blumenlaternen in der Umgebung des Arashiyama (嵐山) und des Higashiyama (東山). Letztes Wochenende sind wir uns die Blumenlaternen beim Arashiyama anschauen gegangen und haben das gleichzeitig mit einem kurzen Familienbesuch vereinbart. 

Die beleuchtete Togetsu-Brücke (渡月橋) am Fluss Oi in Arashiyama, Kyôto

2012/12/14

Okutama - Wanderung über den mukashi michi

Affenmama mit Baby
Noch bevor die schöne Herbstlaubfärbung ihr jehes Ende fand, hatten wir beschlossen, eine Wanderung durch Okutama (奥多摩) ganz im Westen Tôkyôs zu machen. Wir waren dieses Mal zu dritt unterwegs und wollten zum Saisonauftakt einen angenehmen und gemütlichen Wanderpfad nehmen, also haben wir uns für den mukashi michi - den alten Pfad (むかし道) entschieden.

Der Bahnhof Okutama im äußersten Westen Tôkyôs

Als Startpunkt für den Okutama mukashi michi dient der Okutama Bahnhof und das Ziel ist der See Okutamako (奥多摩) beim Ogôchi Staudamm (小河内ダム)

2012/11/21

Spaziergang durch die Shuzen-ji Onsenregion

Eine erste, zaghafte Herbstlaubfärbung
setzte bereits ein
Bevor wir im Ryokan Kikuya eincheckten, gab es einen ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Onsenregion und Umgebung von Shuzen-ji (修善寺). 
Als besondere Sehenswürdigkeiten gelten nebst unzähligen Onsen natürlich der Tempel Shuzen-ji, das Tokko no yu, der kleine Bambuswald und der Akagaeru-koen.
Abgesehen davon bietet die Umgebung des Shuzen-ji auch viel Historisches. 
Einige wurden dorthin verbannt und im Onsen ermordet (Minamoto no Yoriie, 源頼家 und 13 seiner Vasallen, die seinen Tod rächen wollten), andere spuckten Blut und hatten Nahtoderfahrungen (Sôseki), wieder andere Vorahnungen über ihr frühzeitiges Ableben (Shimaki Kensaku) und anderen wuchsen Haare, wo keine sein sollten (der Statue des großen Sonnenbuddhas im Shuzen-ji).


Tokko no yu (独鈷の湯)
Dem Tempel Shuzen-ji gegenüber am Katsura-Fluss liegt das Tokko no yu, eine kleine Thermalquelle, in der man die Füße baumeln lassen kann.

2012/11/16

Shuzenji - Ryokan Kikuya in den Bergen Izus

Der Tempel Shuzenji (修禅寺) befindet sich im Herzen des Shuzenji-onsen (修善寺温泉) genannten Erholungsgebietes in den Bergen Izus, Shizuoka. Diese kleine Region, die im Grunde aus einer schmalen Straße entlang des Katsura-Flusses zwischen zwei Berggipfeln Izus besteht, ist schon seit je her berühmt für seine Thermalquellen (onsen, 温泉).

Rotenburo im Ryokan Kikuya

Schriftsteller wie Natsume Sôseki (夏目漱石)oder Shimaki Kensaku (島木健作)quartierten sich in einen der unzähligen Ryokan in Shuzenji (die Region Shuzenji wird 修善寺 geschrieben, während der Tempel Shuzenji selbst 修禅寺 geschrieben wird) ein, um sich von ihren Krankheiten zu erholen.

Kleine Galerie - Ryokan Kikuya und Natsume Sôseki

2012/10/18

Nara - Alte Kaiserstadt voller Rehe

Rehkitz im Nara Park
Über's Wochenende gings zu einem Familientreffen nach Nara, in der Nähe der Metropole Ôsaka und der Ex-Kaiserstadt Kyôto. Nara war auch einst eine Kaiserstadt, genauer genommen die erste Japans. Jedoch hielt sich Heijô-kyô (平城京), wie Nara als Kaiserstadt genannt wurde, nur von 710 bis 784, wo es dann von Kyôto, genannt Heian-kyô (平安京, 794-1868), abgelöst wurde. Seit 1868 ist Tôkyô, früher Edo genannt, das politische und nun auch wirtschaftliche Zentrum Japans. Somit könnte man Nara als Exex-Kaiserstadt bezeichnen. 

2012/04/16

Shidarezakura & Felice Beato

春雨のしくしく降るに高円の山の桜はいかにかあるらむ

Andauernder Frühlingsregen,  was ist wohl mit den Kirschblüten vom Berg Takamato.
Manyôshû, 8. Band (Watanabe no Azumato)
Shidarezakura beim Kaiserpalast
Der Frühlingsregen vom Samstag hat so gut wie alle Kirschblüten bereits weggefegt und jetzt ist die ganze Pracht dahin. Vor einer Woche waren sie noch in voller Blüte - und nun ist das beliebte Frühjahrsschauspiel bereits vorbei. Zumindest Phase 1. Es gibt nämlich viee verschiedene Arten von Kirschblüten in Japan, und zB die Shidarezakura, deren Äste wie die einer Trauerweide hinabhängen und an denen sich ganz viele Blütenköpfe befinden, blüht im Moment sehr schön.
Ich für meinen Teil finde, dass die Shidarezakura wohl die schönste Kirschblüten-Art ist, aber jeder hat einen anderen Geschmack. :P

2012/04/04

Einmal Österreich und wieder zurück

Im März ging es für mich zurück nach Österreich auf Heimaturlaub. Einerseits, weil Urlaub immer gut ist und andererseits, weil viel zu tun war (also doch weniger Urlaub...).
Schönes Nodogoshi, aka Sumiko Oniguchi
Ich war genau einen Monat wieder zu Hause, was wohl in Zukunft die Ausnahme darstellt, so lange kann man von der Arbeit für gewöhnlich ja nicht einmal in Österreich an einem Stück frei nehmen. 


Es tut mir auch leid, dass ich mich nicht bei allen Leuten gemeldet habe bzw. nicht alle sehen konnte - zeitlich ist das schier ein Ding der Unmöglichkeit. Nachdem zu 98% alle meine Freunde in Wien sind, die Familie aber in Graz, war das ein Hin- und Hergerissen sein zwischen diesen beiden Städten. 

Wißt ihr was, das nächste mal kommt ihr einfach alle nach Japan, ok? :P

Trotz Stress war es natürlich toll, ich hatte wieder einen Monat lang mein Nodogoshi, das fetter geworden ist und noch immer hysterisch herumschreit, und einmal gings zur diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, nach Maribor. Ich hab auch die Gelegenheit genützt, mich wieder einmal mit einer ordentlichen Ladung an Büchern einzudecken, damit mir auch nicht langweilig wird. :P

2012/01/01

Frohes Neues Jahr - 明けましておめでとうございます

Ich wünsche allen ein

Frohes Neues Jahr!
明けましておめでとうございます


Frohes Neues Jahr!
2012 steht ganz im Zeichen des Drachens

Kenchô-ji, Kamakura
建長寺・鎌倉市
Obwohl in Japan das Neujahr traditionellerweise ein Familienfest ist, habe ich es im engsten Freundeskreis verbracht. Es gab einen Mix  österreichischer, deutscher und japanischer Spezialitäten, darunter Oden und Toshikoshi-Soba, die zu Neujahr (noch vor Mitternacht!) verspeist werden.

Danach ging es ab zum hatsumôde (初詣), dem ersten Tempel/Schrein-Besuch im neuen Jahr. Ganz in unserer Nähe auf einem kleinen Berg liegt ein kleiner Schrein, der nicht von so vielen Menschen wie der Meiji Schrein uä besucht wird, deswegen war die Atmosphäre wirklich wunderbar! 
Anazawa Tenjinsha in Inagi, Tôkyô
穴澤天神社・東京都稲城
Nach dem Schreinbesuch ging es zu Hause weiter - mit Speis und Trank. Zu Mittag haben sich die Ersten verabschiedet, inzwischen wurde kurz Japan durchgeschüttelt (siehe derStandard online), bei dem jedoch Gröberes passiert ist, und jetzt wird noch eine Partie Shogi (将棋, jap. Schach) gespielt. 

Drachenklaue im Feuer? :P
Morgen steht der Familienbesuch in Kyôto an, am 4. Jänner sind wir wieder zurück in Tôkyô.

Danach gibt es detailierte Einträge, wie man das Neue Jahr in Japan begehen kann und die anschließenden Neujahrsfeiertage verbracht worden sind.

Ich freu mich schon drauf!

2011/12/26

Kamakura Special: Ten'en Wanderweg - 天園コース

Vom Kenchô-ji kommt man auf den Ten'en Wanderweg (天園ハイキングコース), eine gute Adresse für Wanderungen durch die Berge im Norden Kamakuras. Vor allem an einem milden, sonnigen Tag im Dezember. ;D

Ten'en Hiking Course
Bei meinem letzten Tagestrip nach Kamakura ging es zuerst zum Engaku-ji, dann zum Kenchô-ji, der circa 15 Minuten zu Fuß vom Engaku-ji entfernt ist. Vom Kenchô-ji ging es dann auf den Ten'en Wanderweg. Dieser Wanderweg ist ungefähr 6 km lang und kann aber auch bereits vom JR Bahnhof Kita-Kamakura begonnen werden.

Die eigentliche Route des Ten'nen Weges führt vom Bahnhof Kita-Kamakura über Kenchô-ji zur Station Ten'en (天園) zum Suizen-ji (瑞泉寺), einen weiteren Tempel, bei dem der Abstieg begonnen werden kann, hin zum Kamakura-gû (Ôtônomiya bzw. Daitônomiya/鎌倉宮(大塔宮)), der letzten Station.
Zwischendurch gibt es auch immer wieder Hinweisschilder, dass man auch auf anderen, viel kürzeren Routen, den eigentlichen Wanderpfad verlassen und bei anderen Tempeln, wie zB dem Kakuon-ji (覚園時) rauskommen kann. 
Geschlagene 159,2 m über dem Meeresspiegel - der Ôhirayama in Kamakura

Die Berge im Norden Kamakuras werden auch die "Alpen Kamakuras" (鎌倉アルプス) genannt, was natürlich eine maßlose Übertreibung darstellt, liegt doch der höchste Punkt der Stadt Kamakura bei 159,2 Metern über dem Meeresspiegel und gehört dem Ôhirayama genannten Berg. :P

2011/12/25

Kamakura Special: Engaku-ji im Herbst

Mitte Dezember ist es an manchen Orten in Honshû, der Hauptinsel Japans, noch möglich, die schöne Herbstlaubfärbung (kôyô, 紅葉) zu bewundern. Kôyô bezeichnet nicht nur die rot gefärbten Ahornblätter (momiji, 紅葉), sondern auch die kräftig gelb gefärbten Ginkoblätter (ichô, 銀杏/いちょう).
In Kamakura gibt es natürlich viele Plätze, an denen man die Herbstlaubfärbung betrachten kann, jedoch sind der Tsuru-ga-oka-Hachiman-gu (Ginko) und der Engaku-ji (Ahorn) eine gute Adresse für Erstbesucher. 

Engakuji im Herbst
Im Mai diesen Jahres habe ich zum ersten Mal den Engaku-ji besucht und festgestellt, dass es dort reichlich Ahorn gibt. Im Herbst müsste das also wunderbar in leuchtendes Rot getaucht sein. Leider fiel die diesjährige Herbstlaubfärbung nicht so schön aus, auch in den Nachrichten wurde gebracht, dass sie sich einerseits immer weiter in den Dezember verschiebt und andererseits die meisten Blätter bereits auf den Ästen vertrocknen, bevor sie leuchtend rot werden.

Engakuji im Herbst
Über den Engaku-ji selbst habe ich ja bereits im Mai gebloggt, also werde ich jetzt im Grunde eigentlich nur die Bilder des Engaku-ji im Herbst ins Blog stellen. Als wir die Eintrittskarten kauften, fragte ein Mann vor uns, ob man denn noch momiji sehen könnte und die Frau am Kartenschalter meinte, dass man noch ein wenig übrig sei. Scheinbar wäre es doch besser gewesen, eine Spur früher hinzugehen, obwohl auf Weathernews gerade jetzt als richtige Zeit angegeben wurde, in Kamakura die Laubfärbung anzusehen.

Aber nun zu meiner kleinen Bildersammlung vom Engaku-ji im Herbst: