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2016/07/07

Tanabata - Sternenfest

Am 7. Juli wird in Japan Tanabata (七夕) - das Sternenfest - gefeiert. An diesem Tag treffen sich die beiden Sterne Wega und Altair am Himmel, die sonst das ganze Jahr über durch die Milchstrasse voneinander getrennt sind. 

Festivitäten zu Tanabata auf einem Holzschnitt (ukiyo-e) von Utagawa Hiroshige (1852)
 
Die Weberin und der Hirte einst...
Der Legende, die chinesischen Ursprungs ist, stehen Wega und Altair stellvertretend für ein Liebespaar, welches sich nur an einem einzigen Tag im Jahr treffen kann. Das japanische Sternenfest basiert auf der chinesischen Legende des Hirtenjungen (jp. hikoboshi/彦星/Altair) und der Weberin (jp. orihime/織り姫/Wega). 
 Die beiden waren so ineinander verliebt, dass die beiden, die eigentlich fleissige Arbeiter waren, ihrer Arbeit nicht mehr nachgingen. Zur Strafe trennte der Himmelsgott, der Vater der Weberin, die beiden durch einen breiten Fluss, die Milchstrasse. Aber da die beiden vor Trauer noch immer nicht arbeiten konnten, wurde ihnen gestattet, sich wenigstens an einem Tag im Jahr - eben dem 7.7. - treffen zu können. 
(Und die Moral von der Geschicht, verlässige deine Arbeit nicht!)

2016/01/05

Hatsumôde 2016 beim Koyasu Jinja in Hachioji

Die ersten Tage nach Silvester werden für den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr - hatsumôde (初詣) - genutzt. 
Grosse und berühmte Schreine, wie zum Beispiel der Meiji Jingu in Shibuya oder der Narita-san in Chiba, werden jedes Jahr von mehreren Tausend Menschen besucht und man muss sich wirklich durch die Massen wühlen. Besser gesagt, man wird mit der Menschenmenge einfach mitgeschwemmt. 2008 war mein erstes hatsumôde und ich ging zum Meiji Jingu, was wirklich unglaublich war... O.o

Das Jahr des Affen - im Koyasu Jinja Affenmama mit Baby

Die Neujahrsfeiertage in Japan dauern bis zu matsu-no-uchi (松の内) am 7. Jänner, da an diesem Tag die Götter wieder die hiesige Welt verlassen. Bis dahin kann man also sich für hatsumôde Zeit lassen, und solange die Neujahrskarten (nengajô) bis zum 7.1. ankommen, ist alles in Ordnung. 

2015/09/27

Inu no hi/Tag des Hundes: Beten für eine sichere Geburt im Suitengu-Schrein

Ich hab vor kurzen in meinem Blog über den Tag der Katze geschrieben. Wenn es einen Tag der Katze gibt, dann gibt es natürlich auch einen Tag des Hundes - so viel Gerechtigkeit muss sein! o(^__^)o

Ähnlich dem Tag der Katze gibt es einen "Tag des Hundes", der von Futterkonzernen 1987 erfunden wurde. Japanische Hunde bellen - Achtung Fremdsprache! - auf Japanisch: wan wan wan. Dieses wan wan wan klingt wie one one one bzw. 1 - 1 - 1 (natürlich japanisch ausgesprochen). Deswegen haben die Futterkonzerne den Tag des Hundes auf den 1. November (11-1) gelegt. Aha!
 
Tag der Katze, oder Tag des Hundes?
Allerdings gibt es noch einen weniger kommerziellen, aber dafür traditionell japanischen Tag des Hundes, der weder etwas mit verjapanischtem Englisch noch mit Futterkonzernen zu tun hat. 
Der ursprüngliche Tag des Hundes (inu no hi, 戌の日) ist jener Tag, an dem Schwangere in einen Schrein gehen, um für eine sichere bzw. leichte Geburt (anzan, 安産) zu beten.

2014/09/20

Higanbana - das Nirvana-Blümchen

Das "Nirvana-Blümchen", auf japanisch Higanbana (彼岸花)genannt, ist um diese Jahreszeit hie und da anzutreffen. Der richtige Name lautet Lycoris radiata und der englische Name ist auch sehr passend: red spider lily.

Traditionell in Rot
Diese hübschen, hauptsächlich rot, aber auch manchmal weiss blühenden Amaryllisgewächse sind in ganz Japan anzutreffen und wurden vermutlich vor langer, langer Zeit von China nach Japan gebracht. Sie blühen vor allem zur Zeit des higan (彼岸), also des Nirvanas. Higan ist neben O-Bon ein weiterer Zeitraum, in dem den Toten gedacht wird und nahezu alle buddhistischen Sekten in China und Japan feiern diese Zeit. Sie fällt mit der Tag-und-Nachtgleiche im September, sowie mit dem Beginn der Reisernte zusammen.

higanbana

2013/06/23

Fuji-san: neues UNESCO-Weltkulturerbe

Der Fuji-san (富士山), mit höchster Berg und Nationalstolz Japan, wurde in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen!

Neues Weltkulturerbe: Der Fuji-san als heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration
(vom Hausberg Tôkyôs, dem Takao-san, aus gesehen)

Allerdings wurde der in den Präfekturen Shizuoka und Yamanashi liegende Vulkan nicht als schützenswertes Naturerbe registriert, sondern als "heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration" in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 
Die Begründung für die Ernennung zum neuen Weltkulturerbe bezieht sich tatsächlich nur auf die religiöse und künstlerische Funktion des Fuji-san.

Google Japan würdigt den Fuji ebenfalls

Als kultureller Wert des 3.776 m hohen (noch aktiven) Vulkans wird von Seiten der UNESCO berichtet, dass er bereits  seit dem 11. Jahrhundert in der japanischen Kunst verewigt wurde, und auch vor allem als ein beliebtes Motiv der Holzdrucke des 19. Jahrhunderts weltweit als "Symbol Japans" Bekanntheit erlangte und einen großen Einfluss auf die Entwicklung der westlichen Kunst hatte. 

Der Fuji-san bei Sonnenuntergang von Fuchû aus gesehen

Weiters wurde der Fuji-san auch in seiner Funktion als religiöse Stätte gewürdigt. Gemeinsam mit dem Berg als "Symbol Japans" wurden 25 Stätten aufgenommen, die die religiöse Landschaft des Fuji wiederspiegeln. Im 12. Jhd wurde der Fuji-san Zentrum des asketischen Buddhismus, welcher auch shintoistische Elemente enthält. Darüber hinaus wurden die Pilgerrouten der letzten 1.500 m mit den an ihnen gelegenen Krater-Schreinen und der am Fuße des Berges gelegene Sengen-jinja Schrein in die Liste aufgenommen. 
Aber ein bißchen Natur darf natürlich nicht fehlen - Lavaformationen, Seen, Quellen und Wasserfälle, die als heilig erachtet werden, sind ebenfalls inkludiert. :)

Herzlichen Glückwunsch! (Und bitte nicht ausbrechen!)
★☆★おめでとうございます!★☆★

Ältere Blogeinträge auf fujimi-tea über den Fuji-san:

Weiterführende Links:

2012/10/18

Nara - Alte Kaiserstadt voller Rehe

Rehkitz im Nara Park
Über's Wochenende gings zu einem Familientreffen nach Nara, in der Nähe der Metropole Ôsaka und der Ex-Kaiserstadt Kyôto. Nara war auch einst eine Kaiserstadt, genauer genommen die erste Japans. Jedoch hielt sich Heijô-kyô (平城京), wie Nara als Kaiserstadt genannt wurde, nur von 710 bis 784, wo es dann von Kyôto, genannt Heian-kyô (平安京, 794-1868), abgelöst wurde. Seit 1868 ist Tôkyô, früher Edo genannt, das politische und nun auch wirtschaftliche Zentrum Japans. Somit könnte man Nara als Exex-Kaiserstadt bezeichnen. 

2012/09/03

Utsukushigahara & Norikura - Kühe, Bimsstein und Bären

Freilandkühe im Nebel auf Utsukushigara *g*
Bei dem kurzen Ausflug nach Nagano ging es auch in die umliegenden Berge von Matsumoto. Am zweiten Tag sind wir mit einem Mietauto kurz nach Utsugushigahara (美ヶ原) gefahren, aber wegen des schlechten Wetters und wenig Zeit blieb es nur bei einem kurzen Aufenthalt auf der Berghütte, von der der Wanderweg weiterführen würde. Unterwegs gab es einige Freiland-Kühe (ja, auch sowas findet man hie und da in Japan) zu sehen und auf der Hütte konnte man auch Milch von eben diesen bestellen. Bei gutem Wetter hätte man theoretisch eine tolle Aussicht auf Matsumoto, leider war es nebelig, so dass die gegenüberliegenden Berggipfel und das Tal nur erahnen konnte.
 
Unterwegs zum Gipfel von Utsukushigahara gabs einen kleinen See mit Mini-Torii :)

Nach dem kurzen Abstecher nach Utsukushigahara ging es weiter nach Norikura (乗鞍岳, norikura-dake), wo wir in einem Ryôkan übernachtet haben. Leider war es ein bißchen sehr teuer, da wir kurzfristig gebucht hatten und genau zur Obon-Zeit ziemlich viel ausgebucht war. Das Essen war aber wie immer für einen Ryôkan prächtig, ins dazugehörige Onsen bin ich aber nicht gegangen. 

Berghütte auf dem Norikura-dake

2012/06/07

Kyûshû Special: 4. Tag Nagasaki & Friedenspark

Der zweite Tag in Nagasaki stand im Zeichen der Atombombe. (Hier befindet sich ein Eintrag von mir über den Atombombenabwurf auf Nagasaki)

Monument im Friedenspark von Nagasaki

Zunächst haben wir den Nagasaki Friedenspark besucht, in dem ein großes Denkmal in Form eines muskulösen Mannes steht, der mit einer Hand nach oben (von wo die Bombe kam) und mit einer Hand in die Richtung des Hypozentrum der Atombombe zeigt. Dieser Park war sehr stark besucht, ich denke, bei den ganzen Sehenswürdigkeiten von Nagasaki haben wir hier und in der China Town die meisten Touristen angetroffen.

2012/05/13

Kyûshû Special: 2. Tag Fukuoka - Dazaifu Tenmangû

Am zweiten Tag unserer Kyûshû Reise waren wir zwar noch immer in Fukuoka, aber am Plan stand der Dazaifu Tenmangu, ein Tenmangu Schrein, der etwas südlich von Fukuoka in der Stadt Dazaifu liegt. 

Das Fabelwesen Kirin (Qilin) im Dazaifu Tenmangû

Vormittags konnten wir aber bereits durch Fukuoka selbst, bzw. im Umkreis des Bahnhofes Hakata, einige Menge Leute sehen, die sich in japanische Matsuri Kleidung geschmissen hatten - denn jedes Jahr am 3. und 4. Mai findet in Fukuoka das Hakata Dontaku genannte Festival (matsuri) statt! Wir wussten das zunächst nicht und hatten uns schon gewundert, warum unser Hotel ausgerechnet am 3. so teuer war, jetzt haben wir die Erklärung dafür gefunden.

Musiker bringen ein Ständchen für einen Ladenbesitzer

2012/01/20

Kyôto Special: Zwei Kamo Schreine und wagashi Vorführung

Auch der letzte Tag in Kyôto war bis ins letzte Detail verplant. 
Oder eigentlich nicht, denn die Besuche bei den zwei Kamo Schreinen (Shimogamo Schrein und Kamigamo Schrein) standen fix auf meinem Plan, der Ausflug in ein Teehaus mit einem Meister, der vor uns und für uns jap. Süßigkeiten (wagashi) zubereitete fand ziemlich spontan statt. 

Aber das Wichtigste war ja wohl das Mittagessen: Ramen! Echt scharfer Ramen. 
Echt scharfer Ramen!
Nach einer Instant-Chicken-Ramen-Überdosis vor 7 Jahren habe ich jahrelang kein (Instant)Ramen runterbekommen und wollte auch kein einziges Mal in einem Ramen-Lokal speisen.  Bei dem (extremen) Geruch von Tonkotsu-Ramen bekomme ich noch immer einen Brechreiz. 
Jetzt hingegen wo es schön langsam ziemlich kalt geworden ist (und wohl auch einige Jahre vergangen sind), konnte mich mein Freund des öfteren dazu überreden, Ramen auswärts essen zu gehen. Es geht, aber sie sind mir meistens zu fettig und nicht scharf genug.

Und am letzten Tag in Kyôto konnte ich einen Ramen probieren, der wirklich scharf war. ;)
Zu sagen ist, dass ich extrem scharf essen kann. Ich fange weder an zu schwitzen, noch wird mir heiß, noch brennt mir die Zunge. In einer Vorstadt Tôkyôs, in Fuchû gibt es auch ein Ramen-Lokal mit extrem scharfen Ramen - ich fands ok, aber nicht scharf, während die beiden Essgenossen neben mir bereits weggestorben sind.

Wieso macht der Yakuza (?) Werbung für den scharfen Ramen?
Doch der Ramen in Kyôto von der Kette Rairai Tei (来来亭) hatte eine eine Schärfe, bei der sogar ich sage - is' scharf. :) Mein Freund könnte das Zeug überhaupt nicht Essen und die Kellner warnen einen bei der Bestellung, dass es wirklich scharf sei. Abgesehen davon werden von diesem Ramen nur 30 Portionen pro Tag ausgegeben.
Ich hatte Glück, es gab noch welche. :)

Es war irrsinnig lecker und eigentlich bin ich froh, dass ich meine Ramen-Phobie überwältigt habe. Ich hoffe nur, dass es mit der Tofu-Phobie bald auch so sein wird, doch die Überdosis liegt erst 3 Jahre zurück, wird also noch ein Weilchen dauern... 

1. Shimogamo Jinja - 下鴨神社
   Neujahrs-Event - Kemari!
2. Kawai Jinja - 河合神社
3. Kamigamo Jinja - 上賀茂神社
4. Tsuruya Yoshinobu Wagashi Vorführung - 鶴屋吉信 生和菓子実演


2012/01/09

Kyôto Special: Zu Neujahr im Kimono

Cremefarbener Furisode
mit blauen Chrysanthemen
Den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr - auch hatsumôde genannt - hatten wir eigentlich schon in der Nacht des 1.1. in Tôkyô absolviert, als wir zum Anazawa Tenjinja gegangen sind. Prinzipiell kann man hatsumôde jedoch so oft machen, wie man möchte, also war nun hatsumôde in Kyôto angesagt.

Dafür hatte sich die Schwester meines Freundes etwas besonderes einfallen lassen - Kimono!
Ich hab zwar schon mal Yukata (浴衣) in Japan getragen, dünne (und günstige) Baumwollkimonos für den Sommer, aber einen echten Kimono hatte ich noch nie an, da erstens die Gelegenheit so etwas zu tragen fehlte und ich auch nicht wirklich einen besitze. Im Gegensatz zu einem normalen Yukata, den man schon um ca. 5,000 bis 8,000 Yen im Set (samt Obi 帯, dem Gürtel) in normalen Läden kurz vor der Yukata-Saison kaufen kann, kostet ein Kimono unmengen an Geld.  

Zwei schöne Damen im Kimono im Yasaka Jinja, Kyôto
Jedoch besitzt die Schwester meines Freundes irrsinnig viele Kimonos, da sie sowas recht gerne mag und hat mir auch ihre Kimono-Schatzkiste gezeigt. Unglaublich! Was da an tausenden und abertausenden von Euros in Stoffform in ihrem Kimono-Zimmer aufbewahrt ist! Beneidenswert. Sie macht seit kurzem auch japanischen Tanz, wobei natürlich die Gelegenheiten, einen schönen Kimono zu tragen, drastisch steigen. :P

Die Stationen des 3.1.2012:
1. Yasaka Jinja - 八坂神社
2. Noh-Theater im Kongô Nôgakudô - 金剛能楽堂
3. Higashiyama Jishô-ji/東山慈照寺 (Ginkaku-ji - 銀閣寺)
4. Philosophen Weg - 哲学の道
5. Sushi - 寿司

2012/01/06

Silvesterparty & Hatsumôde

Neujahrs-Deko
Obwohl Neujahr in Japan ein Familienfest ist, haben wir Silvester mit Freunden verbracht. Es gab viel zu viel zu Essen und zu Trinken. 
 Käseigel auf Hassaku (jap. Zitrusfrucht), selbstgemachtes Brot mit selbstgemachtem Liptauer, Oden, Toshikoshi-Soba (welche man noch vor Mitternacht essen muss), Sashimi, Kuchen, Keksen und vielen mehr. 
 
Ab ungefähr 11 Uhr Abends musste dann auch traditionsgemäß der Fernseher eingeschalten werden, um das japanische Silvesterprogramm zumindest hören zu können. :P Ich hab es nicht so verfolgt, aber ich denke es lief die Sendung Sadamasashi Countdown.


Silvesteressen - noch ohne Toshikoshi Soba, Sashimi, Oden und all dem anderen Zeugs

2012/01/01

Frohes Neues Jahr - 明けましておめでとうございます

Ich wünsche allen ein

Frohes Neues Jahr!
明けましておめでとうございます


Frohes Neues Jahr!
2012 steht ganz im Zeichen des Drachens

Kenchô-ji, Kamakura
建長寺・鎌倉市
Obwohl in Japan das Neujahr traditionellerweise ein Familienfest ist, habe ich es im engsten Freundeskreis verbracht. Es gab einen Mix  österreichischer, deutscher und japanischer Spezialitäten, darunter Oden und Toshikoshi-Soba, die zu Neujahr (noch vor Mitternacht!) verspeist werden.

Danach ging es ab zum hatsumôde (初詣), dem ersten Tempel/Schrein-Besuch im neuen Jahr. Ganz in unserer Nähe auf einem kleinen Berg liegt ein kleiner Schrein, der nicht von so vielen Menschen wie der Meiji Schrein uä besucht wird, deswegen war die Atmosphäre wirklich wunderbar! 
Anazawa Tenjinsha in Inagi, Tôkyô
穴澤天神社・東京都稲城
Nach dem Schreinbesuch ging es zu Hause weiter - mit Speis und Trank. Zu Mittag haben sich die Ersten verabschiedet, inzwischen wurde kurz Japan durchgeschüttelt (siehe derStandard online), bei dem jedoch Gröberes passiert ist, und jetzt wird noch eine Partie Shogi (将棋, jap. Schach) gespielt. 

Drachenklaue im Feuer? :P
Morgen steht der Familienbesuch in Kyôto an, am 4. Jänner sind wir wieder zurück in Tôkyô.

Danach gibt es detailierte Einträge, wie man das Neue Jahr in Japan begehen kann und die anschließenden Neujahrsfeiertage verbracht worden sind.

Ich freu mich schon drauf!

2011/08/15

Kamakura Special: Die Schreine von Enoshima Teil 1

Teil 1: Die schöne Benzaiten und der verliebte Drache

Die kleine Insel Enoshima, mit einem Durchmesser von knapp 4 km, befindet sich an der Sagami Bucht der Stadt Fujisawa in der Präfektur Kanagawa. Die Insel liegt in relativ greifbarer Nähe zur Stadt Kamakura und wird mit der Eno-Den (Enoshima Dentetsu) genannten Zuglinie mit dem Bahnhof Kamakura verbunden.
Deswegen ist es auch ideal, bei einem 2-tägigen Aufenthalt in Kamakura einen Abstecher nach Enoshima zu machen (wobei man sich schon zumindest einen halben Tag für die Besichtigung einplanen sollte). 
Bahnhof Enoshima

2011/06/16

Magatama - 5.000 Jahre alte Throninsignien zum Umhängen

Magatama (勾玉) werden in Japan gebogene Edelsteine genannt und bereits vor 5.000 Jahren gab es erste Funde von diesem Schmuckstück als Grabbeigabe in den kofun-Gräbern. Ursprünglich wird als Edelstein Jade verwendet, die in Japan aus dem nördlichen Zentraljapan kommt. 

Magatama (Bild: Anahita Stones)
In der kofun-Zeit (250-538)wurden die Magatama auch für Rituale und Zeremonien verwendet und waren bei der Oberschicht beliebt. Die ältesten Funde gehen auf die Jômon-Zeit zurück (10.000-300 v.Chr.). Die gebogenen Edelsteine mit einem Loch durften früher auch eine spirituelle Bedeutung gehabt haben, jedoch wurden die Magatama was Spiritualität betrifft in der Nara-Zeit von den buddhistischen Glasperlen abgelöst.
Auch in Korea (wo sie kokkok genannt werden) und dem anderen asiatischen Festland wurden Magatama gefunden, jedoch keine Produktionsstätten. Deswegen wird angenommen, dass Japan die kommaförmigen Edelsteine vor allem nach Korea exportierte. 
Legt man zwei Magatama zusammen - so formen sie nicht nur einen Kreis, sondern auch das Ying-Yang Symbol.

Armband aus Edelsteinen mit einem orangen Magatama (Bild: Anahita Stones)