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2013/12/30

Mochi Tsukuri in Kamakura

Der Jahreswechsel steht bevor und pünktlich am 25. Dezember verschwanden an den meisten Orten die Weihnachtsdekoration und kreativ neuinterpretierte Christbäume - stattdessen sieht man zaghaft mancherorts traditionell japanische Neujahrsdekoration. 

kadomatsu - Neujahrsdekoration im Engaku-ji
Und zu Neujahr gehört nicht nur die kadomatsu (門松), sondern vor allem - Mochi!

2012/11/21

Spaziergang durch die Shuzen-ji Onsenregion

Eine erste, zaghafte Herbstlaubfärbung
setzte bereits ein
Bevor wir im Ryokan Kikuya eincheckten, gab es einen ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Onsenregion und Umgebung von Shuzen-ji (修善寺). 
Als besondere Sehenswürdigkeiten gelten nebst unzähligen Onsen natürlich der Tempel Shuzen-ji, das Tokko no yu, der kleine Bambuswald und der Akagaeru-koen.
Abgesehen davon bietet die Umgebung des Shuzen-ji auch viel Historisches. 
Einige wurden dorthin verbannt und im Onsen ermordet (Minamoto no Yoriie, 源頼家 und 13 seiner Vasallen, die seinen Tod rächen wollten), andere spuckten Blut und hatten Nahtoderfahrungen (Sôseki), wieder andere Vorahnungen über ihr frühzeitiges Ableben (Shimaki Kensaku) und anderen wuchsen Haare, wo keine sein sollten (der Statue des großen Sonnenbuddhas im Shuzen-ji).


Tokko no yu (独鈷の湯)
Dem Tempel Shuzen-ji gegenüber am Katsura-Fluss liegt das Tokko no yu, eine kleine Thermalquelle, in der man die Füße baumeln lassen kann.

2012/06/07

Kyûshû Special: 4. Tag Nagasaki & Friedenspark

Der zweite Tag in Nagasaki stand im Zeichen der Atombombe. (Hier befindet sich ein Eintrag von mir über den Atombombenabwurf auf Nagasaki)

Monument im Friedenspark von Nagasaki

Zunächst haben wir den Nagasaki Friedenspark besucht, in dem ein großes Denkmal in Form eines muskulösen Mannes steht, der mit einer Hand nach oben (von wo die Bombe kam) und mit einer Hand in die Richtung des Hypozentrum der Atombombe zeigt. Dieser Park war sehr stark besucht, ich denke, bei den ganzen Sehenswürdigkeiten von Nagasaki haben wir hier und in der China Town die meisten Touristen angetroffen.

2012/05/10

Kyûshû Special: 1. Tag Fukuoka

Das erste Ziel unserer Kyûshû-Reise war die Hauptstadt Fukuoka. Am Abend zuvor sind wir in den Nachtbus in Shinjuku eingestiegen und vormittags um 11 Uhr in Fukuoka, am Bahnhof Hakata, angekommen. (Der Nachtbus war eigentlich nicht als Nachtbus ausgerichtet, sprich es war ein normaler Reisebus - weswegen das Ticket extrem billig war! Aber die Fahrt war nicht so anstrengend.)

Süßer Streuner im Shôfuku-ji, Fukuoka
Unser Hotel lag gleich 2 Gehminuten vom Hakata Bahnhof entfernt, also haben wir schnell unsere Sachen abgelegt und in einem unterirdischen Ramen-Restaurant (eher Schnellrestaurant) Tonkotsu Ramen, eine Spezialität aus Kyûshû, gegessen. Es war jetzt kein so besonderes Restaurant, aber trotzdem gut. :)

Hakata Bahnhof

2012/01/09

Kyôto Special: Zu Neujahr im Kimono

Cremefarbener Furisode
mit blauen Chrysanthemen
Den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr - auch hatsumôde genannt - hatten wir eigentlich schon in der Nacht des 1.1. in Tôkyô absolviert, als wir zum Anazawa Tenjinja gegangen sind. Prinzipiell kann man hatsumôde jedoch so oft machen, wie man möchte, also war nun hatsumôde in Kyôto angesagt.

Dafür hatte sich die Schwester meines Freundes etwas besonderes einfallen lassen - Kimono!
Ich hab zwar schon mal Yukata (浴衣) in Japan getragen, dünne (und günstige) Baumwollkimonos für den Sommer, aber einen echten Kimono hatte ich noch nie an, da erstens die Gelegenheit so etwas zu tragen fehlte und ich auch nicht wirklich einen besitze. Im Gegensatz zu einem normalen Yukata, den man schon um ca. 5,000 bis 8,000 Yen im Set (samt Obi 帯, dem Gürtel) in normalen Läden kurz vor der Yukata-Saison kaufen kann, kostet ein Kimono unmengen an Geld.  

Zwei schöne Damen im Kimono im Yasaka Jinja, Kyôto
Jedoch besitzt die Schwester meines Freundes irrsinnig viele Kimonos, da sie sowas recht gerne mag und hat mir auch ihre Kimono-Schatzkiste gezeigt. Unglaublich! Was da an tausenden und abertausenden von Euros in Stoffform in ihrem Kimono-Zimmer aufbewahrt ist! Beneidenswert. Sie macht seit kurzem auch japanischen Tanz, wobei natürlich die Gelegenheiten, einen schönen Kimono zu tragen, drastisch steigen. :P

Die Stationen des 3.1.2012:
1. Yasaka Jinja - 八坂神社
2. Noh-Theater im Kongô Nôgakudô - 金剛能楽堂
3. Higashiyama Jishô-ji/東山慈照寺 (Ginkaku-ji - 銀閣寺)
4. Philosophen Weg - 哲学の道
5. Sushi - 寿司

2011/12/25

Kamakura Special: Engaku-ji im Herbst

Mitte Dezember ist es an manchen Orten in Honshû, der Hauptinsel Japans, noch möglich, die schöne Herbstlaubfärbung (kôyô, 紅葉) zu bewundern. Kôyô bezeichnet nicht nur die rot gefärbten Ahornblätter (momiji, 紅葉), sondern auch die kräftig gelb gefärbten Ginkoblätter (ichô, 銀杏/いちょう).
In Kamakura gibt es natürlich viele Plätze, an denen man die Herbstlaubfärbung betrachten kann, jedoch sind der Tsuru-ga-oka-Hachiman-gu (Ginko) und der Engaku-ji (Ahorn) eine gute Adresse für Erstbesucher. 

Engakuji im Herbst
Im Mai diesen Jahres habe ich zum ersten Mal den Engaku-ji besucht und festgestellt, dass es dort reichlich Ahorn gibt. Im Herbst müsste das also wunderbar in leuchtendes Rot getaucht sein. Leider fiel die diesjährige Herbstlaubfärbung nicht so schön aus, auch in den Nachrichten wurde gebracht, dass sie sich einerseits immer weiter in den Dezember verschiebt und andererseits die meisten Blätter bereits auf den Ästen vertrocknen, bevor sie leuchtend rot werden.

Engakuji im Herbst
Über den Engaku-ji selbst habe ich ja bereits im Mai gebloggt, also werde ich jetzt im Grunde eigentlich nur die Bilder des Engaku-ji im Herbst ins Blog stellen. Als wir die Eintrittskarten kauften, fragte ein Mann vor uns, ob man denn noch momiji sehen könnte und die Frau am Kartenschalter meinte, dass man noch ein wenig übrig sei. Scheinbar wäre es doch besser gewesen, eine Spur früher hinzugehen, obwohl auf Weathernews gerade jetzt als richtige Zeit angegeben wurde, in Kamakura die Laubfärbung anzusehen.

Aber nun zu meiner kleinen Bildersammlung vom Engaku-ji im Herbst:

2011/05/17

Ausflug nach Kamakura - Engaku-ji

Eingangstor des Engaku-ji in Kamakura, Japan
In der Golden Week, welche eine aus vielen aneinandergereihten Feiertagen bestehende Ferienwoche darstellt, sind wir kurz auf einen Sprung nach Kamakura gefahren und haben dort den Engaku-ji besichtigt. Leider war - da ganz Japan frei hat - viel los. Die diesjährige GW war zwar tourismustechnisch nicht so ein Erfolg, da viele Reisen - vor allem nach Tohoku - aufgrund des Erdbebens storniert wurden. Auch Auslandsreisen gingen verhältnismäßig stark zurück - dafür stiegen Reisen in die Region, was wir leider auch bei Kamakura erfahren mussten. Die Leute aus Tokyo und Umgebung "verreisten" nach Tokyo und Umgebung.

Sanmon ("3.Tor") von der Seite
Aber nun zum Engaku-ji: Sein offizieller Name lautet Zuirokuzan Engaku-ji, oft einfach zu Engaku-ji abgekürzt. Der buddhistische Tempel in Kamakura (genauer gesagt, direkt nebst dem Bahnhof Kita-Kamakura), dessen Name so viel wie "Sutra der vollkommenen Erleuchtung" bedeutet, stellt einen der Haupttempel der Rinzai-Sekte (= buddh. Untergruppe, nicht zu verwechseln mit unseren Sekten!) dar. Errichtet im Jahr 1282 wurde er als Gedenkstätte der Mongoleninvasion errichtet, nachdem sein ursprünglicher Verwendungszweck - der chinesische Mönch Lanxi Daolong - bereits verstorben war. Sein Besitzer, Hojo Tokimune, setzte seinen Zen-Lehrer Wuxue Zuyuan (einen weiteren Mönch der gattung Daolongs) als Vorsteher ein und viele chinesische Mönche kamen zum Studieren an den Tempel. Der Engaku-ji entwickelte sich zu einem der bedeutensten Zen-Tempel und stellte eine Art kulturelle Verbindung zwischen der chinesischen und japanischen Kultur dar.