2011/12/12

Schriftzeichen des Jahres 2011 "Kizuna" - 2011年の漢字 「絆」

Schriftzeichen des Jahres 2011 - "Kizuna"
Seit 1995 wird am 12. Dezember eines jeden Jahres von der Vereinigung Kanken (Nihon kanji nôryoku kentei kyôkai, 日本漢字能力検定協会, zu dt. etwa "Verein der Schriftzeichenprüfung Japans") das Schriftzeichen des Jahres herausgegeben.

Anders als in Österreich beim Wort und Un-Wort des Jahres (2011: Wort des Jahres "Euro-Rettungsschirm", Un-Wort des Jahres "Töchtersöhne") entscheidet bei dem Schriftzeichen des Jahres in Japan nicht eine Jury über das am häufigsten in den Medien vorkommende Wort, sondern ab dem 1. November eines jeden Jahres kann man Postkarten abschicken, auf die man selbst für sich das Kanji (Schriftzeichen) des Jahres schreibt und an den Verein Kanken schickt. 
 
Kanji des Jahres 2011 - Kizuna
Diese Aktion läuft bis zum 12. Dezember, an dem Tag schreibt im Kiyomizu-dera in Kyôto ein Mönch mit einem riesigen Pinsel das ausgewählte Schriftzeichen nieder. Dieses Jahr hat es Seihan Mori, der oberste Priester des Kiyomizu-dera, geschrieben.
Für das Jahr 2011 - welches für Japan doch durch das Erdbeben und dem Tsunami vom 11.3. besonders prägend war - wurde das Schriftzeichen Kizuna (Bande, Verbindung) mit 496.997 Stimmen auf den ersten Platz gewählt.
Die Kalligraphie mit dem Schriftzeichen des Jahres wird vom 12. Dez. bis zum 31. Dez. öffentlich im Kiyomizu-dera ausgestellt.
Auf Platz zwei wanderte Sai 災 (Katastrophe) von shinsai (震災, Erdbebenkatastrophe) und Platz drei Shin 震 (Zittern, Schütteln) von jishin (地震, Erdbeben).

Kizuna bedeutet so viel wie eine Bande/Beziehung zueinander haben, Zusammenhalt zu haben. Es wurde ausgewählt, weil nach den Katastrophe die Bande zwischen den Menschen wichtiger den je wurde und auch weil das Frauenfußball Team Nadeshiko Japan den diesjährigen Weltcup-Sieg errungen hat, wie NHK Radio berichtete.

Link:
Kiyomizu-dera in Kyôto (Japanisch)
Kanji des Jahres (Japanisch)

2011/12/05

Pripyatープリピャチ

Pripyat
Am 3. Dezember wurde im Athénée France Kulturinstitut der Film Pripyat des österreichischen Regisseurs Nikolaus Geyrhalter ("Unser tägliches Brot" etc) vorgeführt. Im Anschluss gab es auch eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur. 
Japanischer Flyer von Pripyat
12 Jahre nach dem Atomunfall in Tschernobyl verbrachte Geyrhalter mit einem 5-köpfigen Team rund drei Monate in der evakuierten 30-km Zone um das havarierte Atomkraftwerk, um seinen Dokumentarfilm Pripyat zu drehen. Der Film ist komplett in schwarz-weiß gehalten und wie Geyrhalters andere Filme enthält er keine Kommentare des Filmemachers oder Musik, sondern lässt allein die interviewten Menschen, die nach der Evakuierung wieder zurückgekommen sind oder im weiter im Betrieb laufenden Reaktor von Tschernobyl arbeiten, zu Wort kommen. Das einzige, das verändert wurde, ist der Dreh in schwarz-weiß, um die Radioaktivität, die vom Menschen nicht gesehen werden kann, bildlich darzustellen, wie Geyrhalter in der anschließenden Diskussionsrunde erklärte.
 Besonders interessant war, dass obwohl man die 30-km-Zone um den Reaktor herum nicht betreten darf, Menschen wieder von selbst zurückgekommen sind. Unter ihnen wurde ein betagtes Ehepaar portraitiert, welches sich sehr wohl im Klaren darüber ist, dass die Radioaktivtät sehr hoch und es kein Ort zum Leben ist, jedoch schon immer in Pripyat lebte und auch dort bis zum Tod weiterleben möchte. 

Spielplan:
3. Dez. 2011
6. Dez. (Die.) bis 10. Dez. (Sa.) 2011
jeweils Beginn um 15:30 und 19:00 Uhr
*) 9. Dez. (Fr.) 2011: Diskussion zwischen Momoi Kazuma (Fotojournalist) und Shibutani Tetsuya (Filmforscher) nach der Vorstellung von 15:30 Uhr

Eintritt:
Normalpreis 1,200 Yen
Ermäßigung für Mitglieder des Athénée France Kulturinstituts 1,000 Yen
Athénée France Kulturinstitut
Tôkyô, Chiyoda-ku, Kanda Surugadai 2-11
Athénée France 4. Stock
Tel. 03-3291-4339(13:00-20:00)

Diskussionsrunde mit dem Regisseur:
Ich habe jetzt zum ersten Mal den im Jahr 1999 fertiggestellten Film Pripyat von Geyrhalter gesehen und fand die daran anschließende Diskussionsrunde mit dem Regisseur ziemlich interessant. Geyrhalter kommt aus Wien und da er natürlich auf Deutsch sprach, war es für mich wohl von allen am angenehmsten (es sind hauptsächlich Japaner gekommen). Zwei Dolmetscher waren jedoch anwesend. Einer der beiden übersetzte die Fragen des Publikums aus dem Japanischen ins Englische und Geyrhalter gab seine Antwort darauf auf Deutsch, welches von dem zweiten Dolmetscher ins Japanische übersetzt wurde. 
 Dabei fielen mir jedoch einige Probleme auf. Es ist nicht so, dass der japanische Dolmetscher kein gutes Deutsch können würde, da jedoch Geyrhalter Wiener ist, spricht er dementsprechend schnell und nicht so deutlich wie es zB Norddeutsche tun, was wohl ein paar kleine Probleme verursachte. Für mich als Österreicherin ist es natürlich überhaupt keine Schwierigkeit, da der Dialekt aus meiner Region noch schwieriger verständlich ist und schneller gesprochen wird als das Wienerische.
Es lag vielleicht daran, dass der japanische Dolmetscher etwas nervös war und /oder Geyrhalters schnelles Reden nicht gut verstanden hat, jedoch wurden auch (meiner Meinung nach) wichtige Dinge nicht übersetzt.

Bei der Diskussionsrunde stellte das Publikum Geyrhalter verschiedene Fragen und welche sich  auch auf seine persönliche politische Meinung bezogen haben. Zum Beispiel, was er denn persönlich über AKWs denkt. Auf diese Frage hat Geyrhalter direkt geantwortet, und zwar mit "Meiner Meinung nach sind die AKWs keine Zukunft für die Menschen. Sie gehören weg." Dies wurde ein wenig sanfter ins Japanische übersetzt.
 Ich bin selbst kein Dolmetscher, deswegen kenne ich mich auch mit den grundlegenden Regeln des Dolmetschens nicht aus, aber ich denke doch, dass wenn man dolmetscht, es - genauso wie bei einer Übersetzung - so nahe wie möglich am ursprünglichen Manuskript bzw. der Aussage dran sein sollte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kein japanischer Muttersprachler bin und mir deswegen die Übersetzung viel zu sanft vorkam, obwohl sie für einen Japaner genügend Pfeffer enthält.

Die Geisterstadt Pripyat, dahinter das AKW Tschernobyl
Leider hatte ich kein Notizbuch mit, aber ich möchte noch einige weitere Beispiele geben.
Geyrhalter meinte zB, dass um das AKW Tschernobyl herum mehr als die Hälfte der Vögel nicht das Erwachsenenalter erreichen und davor bereits sterben. Für mich war das eine wichtige Information. Leider wurde das überhaupt nicht übersetzt. Warum hat Geyrhalter wohl das Vogelsterben als Beispiel genannt. Womöglich wollte er damit sagen, dass wahrscheinlicherweise in 12 Jahren die Vögel rund um das AKW Fukushima ebenso nicht das Erwachsenenalter erreichen und vorzeitig sterben werden.

 Das nächste Beispiel, das mir einfällt , sind die aus Kiev mitgebrachten Lebensmittel, Eine der Zuschauerinnen hat eine interessante Frage gestellt, und zwar, ob die Interviewpartner bzw. gezeigten Menschen in dem Film auch Geld oder so etwas wie eine Entschädigung für ihr Mitwirken bekommen. Geyrhalters Antwort darauf war ebenfalls interessant. Obwohl er bereits so lange Dokumentarfilme dreht, weiß er bis heute nicht, wie er die in den Filmen vorkommenden und interviewten Personen entsprechend entlohnen bzw. entschädigen könnte. Das ist eine verzwickte und sensible Sache, bei der man gut aufpassen muss. Wenn man von Beginn an Geld verspricht, könnte es passieren, dass die interviewte Person nur des Geldes wegen interessante Geschichten berichtet.
 Deswegen hat Geyrhalter beim Dreh des Films Priyat die ganzen drei Monate in der Zone gemeinsam mit den dort lebenden und arbeitenden Menschen verbracht. Sie waren die ersten ausländischen Journalisten, die nicht nur einen Tag in der Zone verbrachten und dann wieder raus nach Kiev fuhren, sondern blieben jeden Tag dort. Dadurch hat er das Vertrauen der Leute gewonnen und sie begannen ihm verschiedenes zu erzählen und letztendlich kamen so viele Leute auf ihn zu, dass er sogar Interviews absagen musste. 

Der AKW-Unfall von Fukushima wurde genauso wie der AKW Unfall von Tschernobyl mit INES 7 bewertet
  Geyrhalter versucht sich auf gleicher Augenhöhe mit seinen Interviewpartnern zu bewegen und möchte ihnen deswegen auch als Dank etwas zurückgeben. Er wusste nicht genau, wie er das hätte anstellen sollte, also hat er die Leute, die in Pripyat vorkommen, gefragt, was sie denn gerne hätten. Da kam die Antwort "Lebensmittel aus Kiev".
Deswegen haben Geyrhalter und sein Team für die Menschen, die in der Zone leben und kein Auto und/oder keine andere Möglichkeit besitzen, die Zone selbst zu verlassen, aus der Hauptstadt Kiev Lebensmittel geholt.
Ich finde, dass dies ebenfalls eine wichtige Information war. 
 Die Menschen sind in die Zone zurückgekehrt und wollen dort bis an ihr Lebensende bleiben, obwohl sie wissen, dass die Radioaktivität sehr hoch, es für die Gesundheit schädlich ist und die dortigen Lebensmittel und das Wasser verseucht wurden. 
 Jedoch wünschten sie sich Lebensmittel aus Kiev, das heißt, Lebensmittel, die nicht verseucht sind. Das wurde leider auch nicht übersetzt.

Natürlich bin ich selbst kein professioneller Dolmetscher, aber ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig und hart diese Arbeit ist. Letztendlich denke ich mir, dass es doch enorm schwierig ist, aus dem Wienerischen zu übersetzen. Der japanische Dolmetscher wirkte wirklich nett und aufrichtig (bis auf die zwei, drei aufgezählten Punkte gab es ja sonst nichts zu bekritteln),  ich denke auch nicht, dass er aus einem politischen Grund heraus viele Dinge nicht übersetzte. Ich kann mir vorstellen,  dass es wohl einfach schwierig war, Geyrhalters Deutsch zu verstehen und Geyrhalter selbst sprach in einem natürlichen Fluss und wurde nach und nach immer schneller beim Sprechen. Seine Antworten waren lange und kompliziert, dass Fehler passieren, ist wohl verständlich.

Nichts desto trotz war es eine großartige Diskussionsrunde. Das Publikum stellte viele und vor allem auch interessante Fragen an den Regiesseur.

Am Ende ließ Geyrhalter aber etwas interessantes verlautbaren. Derzeit bereitet er in Japan einen neuen Film vor. Der jedoch keine Dokumentation über das AKW Fukushima werden soll, fügte er am Schluss noch schnell hinzu. 

Nun ja, es verbleibt ein freudiges Warten auf einen interessanten Film über Japan!

日本語はこちら・・・

2011/11/28

Ôsaka als zweites Tôkyô?

Sonntag gingen in Ôsaka die Bürgermeister-Wahl zu Ende und als erfolgreicher Sieger stellte sich der ehemalige Gouverneur Ôsakas, Hashimoto Toru (橋下徹, 42), heraus. 
  Aber es wurden an diesem Sonntag nicht nur neue Bürgermeisterwahlen durchgeführt, sondern auch ein neuer Gouverneur für die Präfektur Ôsaka wurde gewählt. Zum ersten Mal seit 40 Jahren wurden in der Region Doppel-Wahlen durchgeführt. Als Sieger der Gouverneurswahl ging Matsui Ichirô (松井一郎, 47) hervor, ein enger Vertrauter Hashimotos.

Haben gut lachen - Die Sieger der Doppelwahl: Hashimoto (links) und Matsui (rechts)
(Foto: Ônishi Takehiko, Mainichi Shinbun)
Hashimoto und Matsui sind Mitglieder der Osaka Restoration Association, einer lokalen Partei, und durch den Sieg der beiden werden wohl in Japan einige hitzige Debatten geführt werden. Denn Hashimoto, der ehemalige Gouverneur der Präfektur Ôsaka und  nun neuer Bürgermeister der Stadt Ôsaka, hat wohl aufgrund eines revolutionären Wahlversprechens gewonnen. Sein Slogan lautete "Wenn sich Ôsaka verändert, verändert sich auch Japans Zukunft!" (大阪が変われば、日本の未来が変わる)
 
Blick auf Ôsaka bei Nacht
(Foto: (c) fujimi-tea)
Aus mit der Präfektur Ôsaka (Ôsaka-fu) und der Stadt Ôsaka (Ôsaka-shi)! 
Hashimoto möchte das zweitgrößte Wirtschaftszentrum Japans in ein "neues Tôkyô" umwandeln. Die 47 Präfekturen Japans sind in den sogenannten todôfuken (都道府県) eingeteilt. Wobei nur die Metropolregion Tôkyô das "Privileg" des to (都) für sich beanspruchen kann. Die Präfektur Hokkaidô hat ihr Anhängsel bereits im Namen mit "" (道) versteckt und ist die einzige und letzte Präfektur, die ihr dô aus der alten Zeit behalten durfte. Die letzten zwei fu (府) sind Ôsaka und Kyôto. Alle anderen Präfekturen wurden in ken (県) umbenannt.

2011/11/27

Takao-san: Unter den Schwingen des Tengu

Roter Ahorn, geflügelte Bergdämonen und ein Blick auf den Fuji-san

Der nur 599 m hohe Hausberg vor den Toren Tôkyôs wird Takao-san (高尾山、"Hoher Schwanz-Berg" ;P) genannt und bietet für Großstädter ein ideales Naherholungsgebiet, da man dank Keiô oder Chûô Linie von Tôkyôs Stadtzentrum aus nur eine Stunde benötigt. Immerhin ist er nur 50 km vom Stadtzentrum entfernt.
Zum Berg Takao gehört auch der Meiji no Mori Takao Quasi National Park (bzw. Meiji Memorial Forest Takao Quasi National Park; jap: 明治の森高尾国定公園, Meiji no Mori Takao kokutei kôen), welcher ein Gebiet von 7.77 km² umfasst, der kleinste Quasi-National Park ist und 1967 von der jap. Regierung ins Leben gerufen wurde.

Der japanische Wetterdienst Weathernews.jp bietet online eine "Herbstlaubfärbungs-Vorschau" (auf jap. westentlich kürzer mit 紅葉情報, kôyô-jôhô) an, bei der man den Status der Herbstlaubfärbung an verschiedenen Orten Japans abrufen kann. Jetzt ist beim Takao-san angeschrieben, dass es die beste Zeit ist, das Herbstlaub zu betrachten (見頃, migoro) - und es war nicht gelogen!
Bereits am Fuße des Berges erstrahlt der japanische Ahorn
Obwohl der Takao-san relativ niedrig ist, bietet er doch eine tolle Aussicht auf Tôkyô, Yokohama und den Fuji-san. Es gibt eine Gondel und einen Sessellift, so dass man mit beinaher jeder Kondition den Gipfel erstürmen kann. Insgesamt gibt es 7 Routen (alle durchnummeriert bis 6 plus den Inari-san Course) auf denen man für jeden Schwierigkeitsgrad sein individuelles Bergerlebnis durchlaufen kann. Mein erster Besuch auf dem Takao-san war vor 3 Jahren im November, damals wählte ich Route 6, die eigentlich einen relativ hohen Schwierigkeitsgrad hat und nur noch von dem Inari-san Course übertroffen wird.

Obwohl die Blätter bereits abgefallen sind, blüht noch die Jûgatsu Zakura, eine Kirschblütenart, die sich auf den Herbst spezialisiert hat :D

2011/11/24

Wandering Books

Seit diesem Monat mache ich auch bei dem Projekt Wandering Books mit.
Ein Freund von mir, Absolvent der Tokyo Metropolitan University und jetzt im Phd-Studium der Hitotsubashi University, hat vor einem Jahr dieses interessante Projekt ins Leben gerufen, bei dem Studenten, Absolventen und auch zwei Professoren der TMU mitmachen. Ich bin zwar im Augenblick an keiner Uni in Japan eingeschrieben, darf aber trotzdem dabei sein. :D

Wandering Books befasst sich - wie der Name schon andeutet - mit verschiedenen Buchrezensionen in den Bereichen japanische, deutsche, englische und französische Literatur sowie Sozialanthropologie und Darstellungskulturen (表象文化, hyôshôbunka). Darüber hinaus kann man jedoch auch Reviews über Manga, Filme, i-Phone Apps oder sonstige Dinge schreiben, die man für interessant und berichtenswert hält. :D
Es ist also sehr frei, man sollte nur schauen, dass man auch jeden Monat zumindest eine Rezension online stellt. :)

Insgesamt gibt es bereits 21 aktive Reviewer, ich bin unter Reviewer Nr. 15 zu finden. :D Einen Eintrag über Mori Ôgais Maihime (dt, die Tänzerin) habe ich bereits abgegeben, demnächst werde ich mich wohl einer Filmkritik zu Hanami - Kirschblüten von Doris Dörrie widmen.
Bis jetzt sind die meisten Einträge auf Japanisch, aber auch andere Sprachen sind in Ordnung (bzw erwünscht), ich werde aber versuchen, hauptsächlich auf Japanisch zu schreiben, um wieder in Übung zu kommen. :D
Abgesehen davon, dass sich eine Teilnahme bei diesem Projekt auch im Lebenslauf (den man even. irgendwann an Unis schicken möchte :D) sehr gut macht, ist es natürlich für mich auch ein gehöriger Motivationsschub, noch mehr Bücher zu lesen und meine freie Zeit sinnvoll zu gestalten. ^^

Hier noch einmal die Links:
VOLUME XV - Mori Ôgai - Maihime (Japanisch)
Wandering Books - Hauptseite (Japanisch)

2011/11/18

Chibi is back!

Eine äußerst gute - aber ebenso unvermutete - Nachricht: Chibi ist wieder da!
Chibi is back!

Im Eintrag Katzenjammer habe ich ja davon berichtet, dass eine unserer Katzen, Chibi, weggelaufen ist und wir ein paar Tage später ein kleines ausgesetztes Katzenbaby, Loki, gefunden haben.
Chibi kam und kam nicht zurück. Es vergingen zunächst Tage. Da Chibi die Katzenmama von dem fetten Noppe und der depressiven Moshe ist, dachten wir, sie könnte uns beim großziehen von Loki helfen, jedoch tauchte sie nicht auf. Aus Tagen wurden Wochen... Wir haben Arbeiter gefragt, ob sie denn Chibi gesehen hätten, aber sie haben keine Katze in der Nähe gesehen.

Einige Wochen nach Chibis verschwinden hatte ich zwar eine Katze gesehen, die bei uns blitzschnell ums Haus gewetzt ist - mit dem verdächtigen Hakenschwanz, der charakteristisch für Chibi ist. Mein Freund hat diese Katze auch kurz gesehen, aber sie war so schnell weg und es war dunkel! Zu schnell für Chibi, meinte er, da sie so kurze Beinchen hat. 

2011/11/13

Diamond Fuji

Heute ging gegen 16:20 Uhr die Sonne in der Stadt Fuchû über den Berg Fuji unter.
Beim Rückweg eines sonnigen Sonntagnachmittages ist mir bereits aufgefallen, dass sich gegen Sonnenuntergang an einer bestimmten Stelle des Flusses Tama viele Japaner mit professionellen Spiegelreflexkameras, Stativen und ähnlichem Zubehör ausgerüstet in Position gestellt haben.

Zunächst wusste ich nicht, worum es geht, aber wenn wo viele Japaner sich in Startposition fürs Fotografieren machen, kann es nie schlecht sein, sich an die Gebräuche des Landes anzupassen und mit drauf los zu fotografieren.

Was ist das, das sich da hinter Sonnenstrahlen versteckt? :D