2013/08/17

Sommer, Hitze, Drinks!

Mein Sommerurlaub ist ab nächster Woche schon vorbei und die Hitze lässt noch immer nicht nach! T.T Dieses Jahr kommt es mir besonders heiss vor, aber ich kann mich auch irren. ^^;

Sumi spielt am Strand von Shirahama, Chiba

In meinem Urlaub hat mich meine Mutter besucht und wir haben einiges unternommen, aber dazu werde ich an einem späteren Zeitpunkt etwas zusammenfassend schreiben. ;P Zunächst - gibt es wieder mal Stress, da nicht nur meine Arbeit wieder beginnt, sondern ich auch in den (Uni)Ferien viel für die Uni machen muss. Anfang September habe ich auch einen Vortrag über meinen Artikel, den ich Feber nächsten Jahres in einer Zeitschrift veröffentlichen soll... -.-;;;

Wenn man eigentlich lernen bzw. arbeiten sollte, tut einem die Hitze natürlich nicht gut, deswegen möchte ich hier kurz ein paar köstliche und erfrischende Sommergetränke vorstellen, die im japanischen Sommer genossen werden. (Nein, kein Ramune...!)

☆Selbstgemachter Ume-Sirup!
Ume Sirup!

梅シロップ
Selbstgemachter Sirup aus japanischen Pflaumen ist uns eigentlich ganz leicht gelungen!
Man nehme ein Kilo Zucker, ein Kilo Pflaumen, etwas Alkohol und lege das alles für ungefähr 3 Wochen ein. Abgesehen vom optischen Makel der Pflaumen, die im Bottich hirnähnlich vor sich hinschrumpfen, schmeckt der Sirup süss und sauer zugleich und ist perfekt als Erfrischungsgetränk für einen heissen Sommer geeignet. Wird mit kühlem Soda und Eiswürfeln genossen. (^_^)

Model: Natsume Sōseki - Meian (Licht & Dunkelheit)
夏目漱石『明暗』


☆Mugi-cha - Weizen-Tee
Mugi-cha!
麦茶
Mugi-cha, bzw. Weizen-Tee, ist wohl das Sommergetränk in Japan schlechthin. Man kann den Tee abgepackt kaufen und er wird einfach mit kaltem Wasser aufgegossen, zwei Stunden kalt gestellt und kann schon genossen werden. Mugi-cha ist allerdings koffeinfrei (= auch für Kinder geeignet) und hat sehr, sehr wenig Kalorien, wenn er komplett ungesüsst getrunken wird. Natürlich trinkt man normalerweise Mugi-cha ungesüsst. ;P Tee und Zucker, das geht in Japan gar nicht!

Model: Shiga Naoya - Anyakōro (Der Weg durch dunkle Nacht)
志賀直哉『暗夜行路』


☆Schwarzbeer-Essig
Schwarzbeer-Essig!

ブルーベリー酢
Noch vor ein, zwei Jahren sah man ein paar hübsche koreanische Idols, die für Granatapfelessig warben - und dieses Jahr (oder ich habe es die Jahre davor verschlafen) gibt es Essig zum Verdünnen in diversen Geschmacksvariationen. Ich habe mich für Schwarzbeere entschieden und bereue es nicht. Der Essig (eher sowas wie Sirup mit Essig?!) wird mit Soda und Eiswürfeln verdünnt und erfrischt herrlich, ohne dabei sauer zu sein. Allerdings neigt sich mein Vorrat wieder dem Ende zu!

Model: Yoshimoto Taka`aki - Kyōdōgensō-ron (Dt. etwa "Abhandlung über die Massenillusion")
吉本隆明 『共同幻像論』



☆Eis-Kaffee 
Eiskaffee!
アイスコーヒー
Eis-Kaffee in Japan ist nicht das selbe wie in Österreich. Kaffee generell ist in Japan ganz anders als in Österreich. Und wer es auf die "harte Tour" mag, trinkt kalten schwarzen Kaffee mit Eiswürfeln. Das ist Eis-Kaffee in Japan. Oder so trinke ich ihn zumindest. :P Koffeinreiche Variante fürs Pauken in der Sommerhitze!

Model: Tanizaki Junichirō - In`ei raisan (Lob des Schattens)
谷崎潤一郎 『陰影礼賛』



Das war`s auch schon! o(^_____^)o

2013/06/23

Fuji-san: neues UNESCO-Weltkulturerbe

Der Fuji-san (富士山), mit höchster Berg und Nationalstolz Japan, wurde in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen!

Neues Weltkulturerbe: Der Fuji-san als heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration
(vom Hausberg Tôkyôs, dem Takao-san, aus gesehen)

Allerdings wurde der in den Präfekturen Shizuoka und Yamanashi liegende Vulkan nicht als schützenswertes Naturerbe registriert, sondern als "heilige Stätte und Quelle künstlerischer Inspiration" in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. 
Die Begründung für die Ernennung zum neuen Weltkulturerbe bezieht sich tatsächlich nur auf die religiöse und künstlerische Funktion des Fuji-san.

Google Japan würdigt den Fuji ebenfalls

Als kultureller Wert des 3.776 m hohen (noch aktiven) Vulkans wird von Seiten der UNESCO berichtet, dass er bereits  seit dem 11. Jahrhundert in der japanischen Kunst verewigt wurde, und auch vor allem als ein beliebtes Motiv der Holzdrucke des 19. Jahrhunderts weltweit als "Symbol Japans" Bekanntheit erlangte und einen großen Einfluss auf die Entwicklung der westlichen Kunst hatte. 

Der Fuji-san bei Sonnenuntergang von Fuchû aus gesehen

Weiters wurde der Fuji-san auch in seiner Funktion als religiöse Stätte gewürdigt. Gemeinsam mit dem Berg als "Symbol Japans" wurden 25 Stätten aufgenommen, die die religiöse Landschaft des Fuji wiederspiegeln. Im 12. Jhd wurde der Fuji-san Zentrum des asketischen Buddhismus, welcher auch shintoistische Elemente enthält. Darüber hinaus wurden die Pilgerrouten der letzten 1.500 m mit den an ihnen gelegenen Krater-Schreinen und der am Fuße des Berges gelegene Sengen-jinja Schrein in die Liste aufgenommen. 
Aber ein bißchen Natur darf natürlich nicht fehlen - Lavaformationen, Seen, Quellen und Wasserfälle, die als heilig erachtet werden, sind ebenfalls inkludiert. :)

Herzlichen Glückwunsch! (Und bitte nicht ausbrechen!)
★☆★おめでとうございます!★☆★

Ältere Blogeinträge auf fujimi-tea über den Fuji-san:

Weiterführende Links:

2013/06/21

Chiba - Tateyama

Sumi sieht zum ersten Mal
das Meer
Nebst einer Wandertour gings in der Golden Week auch nach Chiba, genauer gesagt nach Tateyama (館山). Jetzt wo sich Ende Juni die Regenzeit auch eingefangen hat, scheint mir der Ausflug nach Tateyama weit in der Vergangenheit zurück zuliegen. Das Wetter war angenehm herrlich, Sonnenschein und blauer Himmel. 

Davon kann man augenblicklich nur träumen. Aber trotzdem gibts einen netten Spruch zur Regenzeit in Japan: 紫陽花の咲く町に、傘の花も咲きます (ajisai no saku machi ni, kasa no hana mo sakimasu) In den Städten, wo die ajisai (Hortensien) blühen, blühen auch die Regenschirme. Tja, Ajisai und Regenzeit gehören eben zusammen. Die kleine in unserem Garten blüht auch schon.

2013/06/02

Mt. Shindainichi im Tanzawa-Gebirge von Kanagawa

Am ersten Golden Week Feiertag ging's auf zum Wandern, und zwar zum Shindainichi (新大日), einem Berg im Tanzawa-Gebirge (丹沢山地) in Kanagawa. Er ist nicht sonderlich hoch, nur 1.340 m und war auch recht leicht zu bewältigen. 

Wandern am Shindainichi
Allerdings haben wir eine Route ausgewählt gehabt, die von niemand anderem sonst benutzt wurde, und da doch ständig "Achtung Bären" stand, habe ich schon befürchtet, dass wir widerwillig Freundschaft mit Meister Petz machen müssten. 

2013/05/22

Spärliche Golden Week dank Uni O.o

Goldene Woche (Golden Week) werden die Feiertage in der Woche vom 29. April bis zum 6. Mai genannt. Offizielle Feiertage sind der 29. April (Shôwa-Tag, 昭和の日), der 3. Mai (Tag der Verfassung、憲法記念日), der 4. Mai ("Grüner-Tag"、みどりの日), der 5. Mai (Tag der Kinder、こどもの日), und da der 5. Mai auf einen Sonntag gefallen ist, wurde der Montag, der 6. Mai, zu einem Ersatzfeiertag (振替休日)erklärt.

Mori Ôgai Gedenkstätte
im Bezirk Bunkyô

2013/04/07

Takao-san & Kirschblütenregen

Sumi am Takao-san
Letzte Woche Freitag ging es auf den Takao-san, der sozusagen der Hausberg Tôkyôs ist und sich in der Stadt Hachiôji befindet. Von unserem neuen Heim aus dauerte es mit dem Auto nur ca 40 Minuten. Da ja jetzt Sumi bei uns ist, werden von nun an die Ausflüge mit Hund immer mit einem Auto bestritten.
Über den Takao-san habe ich bereits ein paar Mal ausführlicher in diesem Blog geschrieben (Nachlese: Takao-san: Unter den Schwingen des Tengu und Vom Jinbasan zum Berg Takao)

Das Wetter war wieder einmal nicht so toll, aber wenigstens regnete es nicht. Denn dieses Jahr war die Kirschblütenzeit ziemlich verregnet und kalt. Immerhin wurden im Gegensatz zu Österreich hier in Japan zu Ostern keine Schneemänner gebaut. :P Auch was Gutes. 
Kein Regen und angenehme milde Temperaturen, aber dafür war der Himmel  bewölkt, weswegen man kaum gute Fotos machen konnte (ganz zu schweigen von einer Aussicht...) und die Kirschblüten am Takao-san sind noch nicht am Blühen, dafür waren es die, die sich am Fuße des Berges befunden haben. :P Aber Sumi hat es viel Spaß gemacht und uns natürlich auch, obwohl aussergewöhnlich viele Leute unterwegs waren.

Ein paar Kirschblüten

2013/04/02

Wieder Student o(^_^)o

Gestern, am 1. April, habe ich meinen Studentenausweis abgeholt. Nein, das ist kein Aprilscherz, diese Tradition gibt es in Japan kaum. ;P Am 15. Jänner habe ich  mich an die Aufnahmeprüfung für die Tôkyô Metropolitan University (首都大学東京) gewagt und als einzige bestanden. (Die anderen beiden, die die Prüfung versucht haben, waren ebenfalls Ausländer - Chinesen, kein einziger Japaner ist angetreten...) Am 28. Feber hatte ich dann das Ergebnis und konnte die Inskriptionsfomralitäten erledigen - und seit gestern bin ich nun offiziell Student. o(^___^)o

Tôkyô Metropolitan University und Kirschblüten

Zwar habe ich bereits einen Magister von der Japanologie in Wien, allerdings reicht dieser nicht aus, um an der TMU direkt in das PhD Studium einzusteigen, denn ich möchte nicht Imaginäre Kultur (表象) machen, sondern - wie es schon immer mein Wunsch war, japanische Literatur. Und dazu gab es an der Japanologie Wien (zu meiner Zeit) leider keinerlei Kurse oder sonstiges, dass irgendwie auch nur ansatzweise damit zu tun hätte. Somit tauche ich jetzt auch in neues Gebiet ein und bin ein bißchen nervös. Also, seit gestern bin ich offiziell Student an der TMU und im Mag.studium für Japanische Literatur. ^^

Sumi bei der Kirschblütenallee vor der TMU
- mit einem Sakurakrönchen